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Krankenhaus Waldfriede


Aus: Berliner Morgenpost, 16.1.2002

 

Krankenhaus für Energiesparen ausgezeichnet

 

Das Zehlendorfer Krankenhaus Waldfriede spart jeden vierten Euro bei seinen Energiekosten ein, weil es seine Heizungsanlage in Zusammenarbeit mit einem Investor erneuert hat. Dafür wird die Klinik, die als erste eine "Babyklappe" einrichtete, heute vom BUND mit dem Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus" ausgezeichnet.

 

 

Aus: Berliner Zeitung, 17.1.2002

 

Zehlendorf

Ein Krankenhaus mit Gütesiegel

 

Klinik Waldfriede ist Vorreiter bei der Energieeinsparung

von Mathias Raabe

 

Lange Wege durch das Gelände, um in den Räumen die Heizungen zu überprüfen, kann sich Lothar Kuhle künftig sparen. Jetzt sitzt der 48-Jährige vor dem Computer und kann von dort detailliert kontrollieren, ob in den Operationssälen und Patientenzimmern die richtigen Temperaturen herrschen. Kuhle ist stellvertretender Technischer Leiter im Krankenhaus Waldfriede. Die Klinik an der Argentinischen Allee bekam als Erste in der Region Berlin-Brandenburg gestern vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) das Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus verliehen".

 

Dass die Einrichtung damit in der Stadt Maßstäbe setzt, ist vor allem Kuhle und seinem Chef Jan Peters zu verdanken. Denn eigentlich sollte im Krankenhaus nur die Ölheizung erneuert werden. Doch Kuhle und Peters überzeugten die Krankenhausleitung, das Energiesystem des gesamten Hauses zu erneuern. "Wir haben schon vorher darauf geachtet, dass energiesparende Lampen eingesetzt und Räume nicht überheizt wurden", sagt Kuhle.

 

Fast 435 000 Euro kostete die Umrüstung: Die Heizungsanlage wurde auf Gas umgestellt, 470 Wasserhähne mit einer Wassermengenbegrenzung ausgestattet, 800 Thermostatventile eingebaut, auf Fluren Bewegungsmelder für die Beleuchtung angebracht. Die Kosten übemahm die Firma Johnsohn Controls Regelungstechnik, die im Gegenzug in den nächsten zwölf Jahren 75 Prozent der im Krankenhaus eingesparten Energiekosten erhält.

Wassermenge von 120 Haushalten

Der Spareffekt ist gravierend: So kann der jährliche Wasserverbrauch im Krankenhaus um 8 700 Kubikmeter gesenkt werden. Das entspricht dem Verbrauch von 120 Berliner Haushalten. "Natürlich sparen wir nicht auf Kosten unserer Patienten", versichert Christian Dreißigacker, Kaufmännischer Leiter des Hauses. Aber bestimmte Werte ließen sich optimieren, sagt Kuhle. So reiche für Flure, die nur selten benutzt werden, eine Raumtemperatur von 16 statt von über 20 Grad aus.

 

Für den BUND ist aber eine andere Zahl besonders wichtig: Der Kohlendioxidausstoß. "Hier wurde im Waldfriede eine sehr große Reduzierung erreicht", sagt BUND-Projektleiter Thomas Löschmann. Der Schadstoffausstoß sank von 3 300 Tonnen jährlich auf 2 160. Das sind 1 140 Tonnen oder 35 Prozent weniger. Eine Menge, die sonst von 50 Berliner Haushalten produziert wird. "Nur mit drastischen Kohlendioxid-Reduzierungen lässt sich der weltweite Temperaturanstieg überhaupt noch stoppen", sagt Löschmann. Erhofft, dass das "überdurchschnittliche Engagement" im Haus Waldfriede ein Signal für die anderen Krankenhäuser ist, auch über Energieeinsparungen nachzudenken.

 

"Wir wünschen uns, dass das Krankenhaus viele Nachahmer findet."

Thomas Löschmann BUND-Mitarbeiter

 

 

Aus: Berliner Morgenpost, 22.1.2002

 

Lob für Krankenhaus Waldfriede

 

Zehlendorf - Das Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus" hat jetzt das Krankenhaus Waldfriede vom Bund für Umwelt und Naturschutz erhalten. Durch die Umstellung von Öl auf Gas wurde der Kohlen-dioxid-Ausstoß der Heizungsanlage um 35 Prozent oder 1200 Tonnen gesenkt. Der Wasserverbrauch sank um 25, der Stromverbrauch um 15 Prozent.

 

 

Aus: Berliner Morgenpost, 22.1.2002

 

Energie gespart: Krankenhaus Waldfriede ausgezeichnet

 

Zehlendorf - Nach dem Krankenhaus Hubemus hat der Umweltverband BUND jetzt als zweite Klinik in Berlin - auch das Krankenhaus Waldfriede mit dem Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus" ausgezeichnet.

 

Die Klinik an der Argentinischen Allee konnte durch die Modernisierung der Anlagen und die Umstellung von Öl auf Gas den Kohlendioxid-Ausstoß um 35 Prozent senken. Der Umwelt bleiben damit 1200 Tonnen dieses Schadstoffs erspart. Der Wasserverbrauch sank um 25, der Stromverbrauch um 15 Prozent.

 

Krankenhaus-Geschäftsführer Edwin Scharfschwerdt: "Die Modernisierung kostete rund 500 000 Euro. Dank unserer Partner konnten wir die Umstellung kostenneutral vornehmen." Die Johnson Controls Regelungstechnik GmbH hatte den Großteil der notwendigen Investitionen übernommen und erhält dafür während der Vertragslaufzeit von zwölf Jahren 75 Prozent der nachgewiesenen Energiekosteneinsparungen. So wurden 800 Thermostatventile auf den neuesten Stand gebracht und 470 "Wasser-Zapfstellen" umgerüstet.

 

Michael Geißler von der Berliner Energieagentur hat das Krankenhaus beraten und die "Energiespar-Partnerschaft" begleitet: "Es ist gelungen, Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut zu bringen." Ein großer Schritt für das Krankenhaus Waldfriede, ein sehr kleiner für eine bessere Umwelt. Denn allein die Einrichtungen des Berliner Gesundheitswesens blasen laut Geißler etwa 300 000 Tonnen CO= pro Jahr in die Luft.

 

Der Ehrgeiz von Lothar Kuhle, im Krankenhaus für die Wartung der Dampfkessel und Pumpen zuständig, ist geweckt: "Wir sehen mal, ob wir da nicht noch mehr Ersparnis rauskitzeln können."

 

 

Aus: Berliner Abendblatt, 24.1.2002

 

Ein Krankenhaus und eine Firma beweisen, dass man viel Energie sparen kann

 

Gütesiegel für das Waldfriede

 

Zehlendorf. Das Kankenhaus Waldfriede im Scheinwerferlicht: Die Klinik an der Argentinischen Allee hat es geschafft, fast ein Viertel ihres vorherigen jährlichen Energieverbrauchs einzusparen und 1.200 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft zu blasen. Vergangene Woche verlieh ihr der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) das Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus".

 

"Wir haben uns diese Auszeichnung verdient", sagt Edwin Scharfschwerdt, der Geschäftsführer des Waldfriede. Vor zwei Jahren sei zusammen mit der Technischen Universität damit begonnen worden, den Abfall umweltgerecht zu entsorgen. "Dann hat sich die öffentliche Hand aus der Finanzierung weiterer Vorhaben zurückgezogen", so Scharfschwerdt. Also wurde ein neuer Partner gesucht und in der Berliner Energieagentur gefunden. Zusammen entwickelte man eine Strategie. Das Regelungstechnik-Unternehmen "Johnson Controls" steckte fast 435.000 Euro in neue Technik und garantierte eine Senkung der Energiekosten um 23 Prozent. Als Gegenleistung erhält die Firma während der 12 Jahre dauernden Partnerschaft rund 75 Prozent der im Krankenhaus eingesparten Energiekosten.

 

Seit September 2001 hat Waldfriede neue Anlagen. Das meiste Geld floss in die Gebäudeautomation, Heizkessel, Beleuchtung und Regelungstechnik. "Den Weg in den Heizungskeller kann ich mir jetzt sparen", sagt Lothar Kuhle, stellvertretender technischer Leiter im Krankenhaus Waldfriede. Der 48-Jährige kontrolliert vom Computer aus die Temperaturen der Operationssäle und Patientenzimmer. Ursprünglich sollte nur die Ölheizung der Klinik erneuert werden, doch Kuhle und sein Chef Jan Peters überzeugten die Krankenhausleitung davon, das gesamte Energiesystem des Hauses auf den neuesten Stand zu bringen.

 

Also wurde die Heizungsanlage auf Gas umgestellt, die Wasserhähne mit einer Wassermengenbegrenzung ausgestattet und die Flurbeleuchtungen durch Bewegungsmelder automatisiert. Auch ist es möglich, den tatsächlichen Heizbedarf im ganzen Haus zu kontrollieren, ohne dass es in den Räumen zu warm oder zu kalt werde. "Dazu mussten wir alle 800 Themostatventile umstellen", so Wolfgang Loose von "Johnson Cöntrols". Im Keller steht ein Brennwertkessel, der mittels Abwärme das Wasser heizt. Ergebnis: Der jährliche Wasserverbrauch ist um 8.700 Kubikmeter gesunken, was einem Verbrauch von 120 Haushalten entspricht. Der Stromverbrauch verminderte sich um 15 Prozent und der Wärmebedarf um 28 Prozent.

 

Für den BUND steht die Menge an eingespartem Treibhausgas Kohlendioxid im Vordergrund 1.200 Tonnen C02 oder 35 Prozent. Das ist eine Menge, die von 50 Berliner Haushalten produziert wird. "Damit hat das Krankenhaus Waldfriede unsere Vorgaben zur C02-Einspatung von 25 Prozent überschritten", so BUND-Projektleiter Thomas Löschmann. Er erhofft sich eine Signalwirkung auf andere Einrichtungen. "Nur durch drastische Kohlendioxid-Reduzierungen lässt sich der weltweite Temperaturanstieg abmildern", so Löschmann. Das Krankenhaus Waldfriede ist der zweite Träger des BUND-Gütesiegels in Zehlendorf. Im Mai 2001 wurde das Hubertus-Krankenhaus an der Spanischen Allee ausgezeichnet.

 

 

Aus: Berliner Impulse, Januar 2002

 

Krankenhaus Waldfriede ausgezeichnet

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat am 16. Januar das Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus" an das Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf verliehen. Grund: Seit kurzem spart die Klinik im Jahr fast ein Viertel ihres Energieverbrauchs und ca. 1.200 Tonnen CO2ein -das entspricht dem Kohlendioxidausstoß von rund 50 Haushalten. Ermöglicht hat dies der Abschluss eines Energiespargarantie-Vertrages im Herbst 2000. Damit übertrug das Krankenhaus die Aufgaben der Modernisierung und Optimierung seiner energietechnischen Anlagen über einen Zeitraum von 12 Jahren an einen Energiesparpartner, die Johnson Controls JCI Regelungstechnik GmbH. Diese übernahm die dafür erforderlichen Investitionen in Höhe von knapp 850.000 DM und garantierte die jährliche Senkung der Energiekosten um 23 %. Als Gegenleistung erhält Johnson Controls während der Vertragslaufzeit rund 75 % der nachgewiesenen Energiekosteneinsparungen.

 

Ansprechpartner für Rückfragen:

Berliner Energieagentur GmbH

Frau Andrea Köhnen, Tel.: 030-293330-22, Fax: 030-293330-99

 

 

Aus: "Contracting & Wärmedienst" (Ausgabe 2/2002) Leit-Artikel zum Krkh. Waldfriede

 

Waldfriede - Krankenhaus mit doppelter Fürsorge

 

Das Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf erhielt im Januar 2002 vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus". Als erste Klinik im Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Berlin-Brandenburg erhielten die Zehlendorfer das Gütesiegel. Möglich wurde dies durch die Kooperation mit Johnson Controls in einer gelungenen Energiesparpartnerschaft.

 

Zweifellos ist die Widerherstellung der Gesundheit des Menschen nach wie vor ein vordringliches Ziel aller Krankenhäuser, doch gerade hierbei treten die Aspekte der Vorbeugung und Gesunderhaltung immer stärker in den Vordergrund. Krankenhäuser werden in diesem Sinn zu Gesundheitshäusern, die heute mehr denn je zu leisten haben. Unbestritten ist dabei, dass die Gesundheitsvorsorge des Individuums nicht stehen bleiben darf. Die Umweltbedingungen, denen ein Mensch ausgesetzt ist, können in entscheidendem Maße zu seiner Gesunderhaltung beitragen, aber auch zu Erkrankungen führen. Eine intakte Umwelt ist somit eine wesentliche Voraussetzung für die Genesung von Patienten. Im Bewusstsein dieser Tatsachen kann die Verantwortung gerade eines Krankenhauses nicht an seinem Eingangspforten enden, sondern muss die Sorge für die gemeinsame Umwelt mit einschließen. Die gesamte Gebäudetechnik in einem Krankenhaus, alle Geräte von der Gebäudeheizung und Klimatisierung bis zu den Massagebädern braucht viel Energie. Die Kosten dafür belasten das Budget des Gesundheitswesens in Milliardenhöhe. Bekannt ist aber auch, dass allein die Berliner Krankenhäuser ca. 30 Millionen € an Energiekosten einsparen und dabei jährlich 300.000 t CO, vermeiden könnten, und zwar ohne jede Einschränkung des laufenden Betriebs. BUND - Partner beim Klimaschutz Der BUND engagiert sich seit vielen Jahren erfolgreich für den Klimaschutz. Unter anderem ist er Träger der Berliner Solarkampagne und berät die Politik in Fragen der zukünftigen Energieversorgung. Ziel ist es, durch intelligente Lösungen den Energiebedarf drastisch zu reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien voranzutreiben. Im Krankenhaussektor ist eine Reduktion des Energieverbrauchs in Höhe von 25°%o in aller Regel technisch und wirtschaftlich realisierbar. Der BUND strebt daher zusammen mit den Krankenhäusern das Ziel an, den Energiebedarf ihrer Häuser um mindestens diesen Betrag zu reduzieren und damit die Ziele der Bundesregierung zu überbieten. Durch optimierte Maßnahmen des Energiemanagements und des Energieeinsparcontractings lässt sich dieses Ziel als Win-Win-Strategie kostenneutral umsetzen.

Waldfriede hat's geschafft

 

Nicht nur für gesunde Menschen, sondern auch für eine gesunde Umwelt setzt sich das Krankenhaus Waldfriede in Berlin ein und vermindert seinen Kohlendioxidausstoß um zirka 1.200 Tonnen pro Jahr. Das entspricht einer Größenordnung von rund 50 Einfamilienhäusern. Darüber hinaus spart die Klinik im Jahr fast ein Viertel ihres Energieverbrauchs. Ermöglicht hat dies der Abschluss eines Energiespargarantievertrages mit Johnson Controls im Herbst 2000. Begleitet wurde das Projekt von der Berliner Energieagentur. Dabei übertrug das Krankenhaus die Aufgaben der Modernisierung und Optimierung seiner energietechnischen Anlagen über einen Zeitraum von 12 Jahren an den Energiesparpartner Johnson Controls. Der übernahm dafür die erforderlichen technischen Investitionen in Höhe von knapp 435.000 € und garantiert nun die jährliche Senkung der Energiekosten um 23 Prozent. Als Gegenleistung er hält Johnson Controls während der Vertragslaufzeit rund 75 Prozent der nachgewiesenen Energiekosteneinsparungen. Die übrigen 25 Prozent verbleiben beim Krankenhaus. Innovative technische Leistungen Die technischen Leistungen von Johnson Controls in der Energiesparpartnerschaft betreffen die Bereiche Wärme, Strom, Trinkwasser, Kälte und Gebäudeautomation. So wurden in der Wärmeversorgung die alten ölbeheizten Kessel durch drei Gaskessel - eine für Dampf, zwei für Warmwasser - ersetzt. Damit werden nun die Warmwasseraufbereitung und die Versorgung der Küche erheblich verbessert. Gleichzeitig erhöht die zusätzliche Auskopplung von Dampf für Heizungszwecke in der Übergangsperiode zwischen den kalten und warmen Jahreszeiten den Nutzungsgrad des Dampfkessels. Dieser wurde mit einer Konstantdruckregelung und einem modulierenden Brenner ausgerüstet. Ein besonderes Highlight ist die hydraulische Entkopplung der gesamten Wärmeerzeugung über eine hydraulische Weiche bei gleichzeitiger Sicherstellung der geeigneten Rücklauftemperaturen für den Brennwertkessel. Die im Kesselkreis zirkulierende Wassermenge wird nach der Rücklauftemperatur auf der Abnehmerseite der Wei ehe geregelt. Dadurch ergeben sich sehr niedrige Rücklauftemperaturen im Brennwertkessel. Die Wassermenge im Kesselkreis wird über eine DDC-gesteuerte Drehzahlveränderung bestimmt. Dabei wird eine Pumpe mit Permanentmagnetmotor für die Grundlast im Kesselkreislauf eingesetzt. Damit hat Johnson Controls in diesem Bereich eine echte Innovation geschafft. denn erst über die komplexe Steuerung mit Hilfe eines DX-Reglers von Johnson Controls kann der teure Brennwertkessel so optimal genutzt werden. Gleichzeitig werden die Pumpen in der Anlage geschont. Alles zusammen bringt erheblichen Nutzen bei der Energieeinsparung und Kostenreduzierung durch geringeren Verschleiß der Geräte. Hydraulisches Abgleichen der Heiznetze Außerdem muss erwähnt werden, dass nun innerhalb der gesamten Liegenschaft ein komplettes hydraulisches Abgleichen der Heizkreise durchgeführt wurde. Alle Heizkreise wurden dafür mit Differenzdruckregelventilen und Strangregulierungen ausgestattet. Auch die Regelventile wurden in allen Heizkreisen erneuert sowie die Heizkörperventile gegen Thermostatventile mit voreinstellbaren Wassermengen ausgetauscht. Zu den weiteren Maßnahmen der Energiesparpartnerschaft gehört beispielsweise die nutzungsorientierte Anpassung der Betriebszeiten der Lüftungsanlagen. wodurch erhebliche Mengen Strom gespart werden. Durch die Umrüstung der vorher mit Trinkwasser gekühlten Kleinkälteanlagen auf Kompressionskältemaschinen mit luftgekühlten Kondensatoren werden jährlich rund 2.500 Kubikmeter Trinkwasser eingespart. Hinzu kommen weitere Einsparungen beim Trinkwasser durch den Einsatz von Durchtlussreglern an Entnahmestellen. Über das hydraulische Abgleichen in Teilen der Kälteanlagen zur gleichmäßigeren Kälteverteilung in den Gebäuden und die damit verbundene Reduktion der Laufzeiten der Kältemaschinen und Pumpen wird weitere wertvolle Energie eingespart. Hinzu kommt die Umstellung der Energieversorgung von Öl auf Erdgas mit Hilfe der Berliner GASAG. Dies ist eine der wichtigen Voraussetzungen für das Erreichen der hohen CO,-Einsparung.

Gebäudeautomation für das Energiecontrolling

 

Besonders wichtig für den Erfolg und die Überprüfung der Einsparungen ist das Energiecontrolling. Dafür nutzt Johnson Controls die Gebäudeautomation METASYS". In der Feldanlage wurden zunächst alle alten Regelungsanlagen auf neue DDC-Technik umgerüstet und DX-Regler von Johnson Controls eingesetzt. Die NCM-Automationsstationen sorgen in der Automationsebene für optimale Kommunikation der Gebäudeautomation. In der Managementebene wird eine OWS-Bedienstation zur Auswertung der Daten und zur übergeordneten Steuerung der Anlagen eingesetzt. Über das Energiecontrolling hinaus wird so auch die Fernüberwachung und Weiterleitung von Alarm aus den Lie genschaften an die zentrale Bedienstation der technischen Leitung ermöglicht.

Investitionen aus eigener Kraft nicht möglich

 

"Aus eigener Kraft hätten wir die umfangreichen Investitionen für die Modernisierung und die Effizienzsteigerung unserer Anlagen nicht tätigen können", erklärt Edwin Scharfschwerdt, Geschäftsführer des Krankenhauses Waldfriede. "Damit leisten wir als anerkanntes gesundheitsförderndes Krankenhaus der WHO einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt." Die Instandhaltung und Betreuung der energietechnischen Anlagen erfolgt zukünftig in enger Kooperation zwischen dem technischen Personal des Krankenhauses und der Firma Johnson Controls. Dass sich Krankenhäuser für Energiesparpartnerschaften besonders eignen, ist den Verantwortlichen im Gesundheitsmarkt wie auch der Energieagentur Berlin, dem BUND, öffentlichen Institutionen sowie den Industrieunternehmen bewusst. Denn die finanzielle Situation im Gesundheitsbereich ist angespannt. "Wir bieten mit dem Modell Energiesparcontracting' die Möglichkeit, durch intelligente Konzepte die geforderten Energiesparmaßnahmen für Krankenhäuser kostenneutral zu realisieren. Durch die Auszeichnung des Krankenhauses Waldfriede mit dem Gütesiegel des BUND ist ein weiterer wichtiger Schritt für die breite Anwendung der Energiesparpartnerschaft gemacht worden", sagt Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur. "Sie ist ein Erfolgsmodell, bei dem alle Beteiligten und vor allem die Umwelt profitieren." Laut BUND-Projektleiter Thomas Löschmann sollen die Krankenhäuser, bei denen Energieeinsparung in der Vergangenheit noch keine größere Rolle gespielt hat, dazu motiviert werden, zukünftig Ihre Bemühungen zum Schutz des Klimas zu verstärken: "Beim Klimaschutz können wir es uns nicht leisten, die Ergebnisse der nächsten Klimakonferenzen abzuwarten. Das Gütesiegel verdeutlicht einmal mehr, dass Klimaschutz lokal, vor Ort und aus privater Initiative umgesetzt werden kann und sich dabei ökonomisch sogar noch bezahlt macht." Diese Einsicht gilt im Übrigen nicht nur für ökologisch orientierte Verbände. So sagt Wolfgang Loose, Leiter der Zentralniederlassung Berlin von Johnson Controls: "Die Aufgabe für uns alle sollte sein, dieses beispielhafte Ergebnis einer guten und verantwortungsbewussten Partnerschaft als Startsignal für eine große Initiative für den Umweltschutz und die Kostenreduzierung des Krankenhausbetriebes in Deutschland umzusetzen."

 

 

Aus: "Technik am Bau", Fachzeitschrift für Technische Gebäudeausrüstung, 4/2002

 

Umwelt-Gütesiegel für Berliner Krankenhaus

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat das Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus" an das Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf verliehen. Die Klinik spart gegenwärtig pro Jahr fast ein Viertel ihres früheren Energieverbrauches ein und reduzierte ihre CO 2-Emission um ca. 1 200 t pro Jahr - das entspricht dem Kohlendioxidausstoß von rund 50 Haushalten.

 

Ermöglicht hat dies der Abschluss eines Energiespar-Garantievertrages im Herbst 2000. Damit übertrug das Krankenhaus die Aufgaben der Modernisierung und Optimierung seiner energetischen Anlagen über einen Zeitraum von 12 Jahren an einen Energiespar-Partner, die Johnson Controls JCI Regelungstechnik GmbH.

 

Diese übernahm die dafür erforderlichen Investitionen in Höhe von knapp 435 000 Euro und garantierte die jährliche Senkung der Energiekosten um 23%. Als Gegenleistung erhält Johnson Controls während der Vertragslaufzeit rund 75% der nachgewiesenen Energieeinsparungen. Die Berliner Energieagentur hat die Energiespar-Partnerschaft von der Projektentwicklung über das Ausschreibe und Vergabemanagement bis hin zur Unterzeichnung des Energiespar-Garantievertrages begleitet.

 

Die von der Berliner Energieagentur und der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entwickelte Energiespar-Partnerschaft ist ein Modell für effizientes Energiespar-Contracting. Die für die Erschließung des vorhandenen Energiespar-Potentials notwendigen Investitionen werden von einem privaten Energiedienstleister, dem Contractor, getätigt und über die eingesparten Energiekosten refinanziert.

 

Seit September vergangenen Jahres sind die Maßnahmen der Johnson Controls GmbH im Krankenhaus Waldfriedeu mgesetzt. Investiert wurde insbesondere in die Gebäudeautomation, neue Kessel, Beleuchtung und in die Regelungstechnik. Die Umstellung der Energieversorgung von Öl auf Erdgas mit Hilfe der GASAG war maßgeblich für die hohe CO 2-Einsparung.

 

"Aus eigener Kraft hätten wir die umfangreichen Investitionen für die Modernisierung und die Effizienzsteigerung unserer Anlagen nicht tätigen können", erklärte Edwin Scharfschwerdt, Geschäftsführer des Krankenhauses. "Damit leisten wir als anerkanntes gesundheitsförderndes Krankenhaus der WHO einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt." Die Instandhaltung und Betreuung der energetischeu Anlagen erfolgt zukünftig in enger Kooperation zwischen dem technischen Personal des Krankenhauses und der Firma Johnson Controls.

 

Aus einzelnen Bereichen liegen schon jetzt erste Auswertungen des Energieverbrauches vor. So sank der Elektroenergieverbrauch um 15%, der Trinkwasserverbrauch um 25% und der Wärmebedarf um 28%.

 

 

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