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Evangelische Elisabeth Klinik


Bei der Verlängerungsfeier im Rahmen des Sommerfestes am 3. Juli 2016 erhielt die Evangelische Elisabeth Klinik in Berlin-Tiergarten erneut die Auszeichnung als energiesparendes Krankenhaus.

 

Die Klinik hat 2016, fünf Jahre nach der ersten Verlängerung weiter den kontinuierlich optimierten Energieverbrauch nachgewiesen.

Die aktuellen Zahlen:

von 2009 bis 2015

  • erneute Reduzierung der Kohlenstoffdioxidemissionen (CO2) um 7,3 %
  • entspricht CO2-Einsparung von 142 Tonnen pro Jahr

 

Diese Einsparung gelang trotz der Flächenerweiterung um mehr als 20 %, der nach Abrissarbeiten und Neubaumaßnahmen entstanden war.

von 2004 bis 2009

  • Kohlenstoffdioxidemissionen um 8,2 Prozent gesenkt
  • entspricht CO2-Einsparung von 141 Tonnen pro Jahr

 

von 2000 bis 2004

  • Reduktion des Energieverbrauchs um rund 30 Prozent
  • entspricht 26,1 Prozent an klimaschädlichen CO2-Emissionen
  • Vermeidung von 615 Tonnen CO2 jährlich

 

 


Verleihung des BUND-Gütesiegels an Elisabeth Klinik; v.l.n.r.: A. Jasper (GF Klinik ), S.Trotzki (Moderatorin Radio Paradiso), C. Althaus (TL Klinik), A. Dickhoff, T. Heuser (beide BUND)


Die Klinik setzte verschiedene Maßnahmen zur Senkung des Wärme-, Strom- und Wasserverbrauchs um, die sie mittlerweile in Eigenregie plant und finanziert.

 

Im Jahr 2000 hat die Realisierung von umfassenden klimarelevanten Einsparmaßnahmen begonnen, als die Einrichtung eine Energiesparpartnerschaft mit der Vattenfall Europe Sales GmbH begann. Die vertragliche Partnerschaft endete nach zwölf Jahren. Investiert wurde in die Modernisierung der Anlagentechnik unter anderem in Heizungsumwälzpumpen, Wärmerückgewinnungssystemen, in eine thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitstellung sowie in die Beleuchtung. Außerdem wurde der Technikbestand in der Fahrweise optimiert und dem Bedarf angepasst.

 

Die Refinanzierung der Investitionen erfolgte aus einem Anteil der tatsächlich erzielten energetischen Einsparungen. Bis zum Jahr 2010 betrugen die Investitionen 500.000 Euro (netto) und bis zu diesem Zeitpunkt wurden jährlich ein Drittel der Energiekosten eingespart (250.000 Euro netto).

 

Im Jahr 2009 wurde ein Standortkonzept ins Leben gerufen. Neben der Neupositionierung der Klinik wurden Leistungen entlang der Versorgungskette am Standort Elisabeth Klinik als Modell einer integrierten Stadtteilversorgung angestoßen. Bestandteil dieses Maßnahmenbündels waren und sind umfangreiche Bautätigkeiten, bei denen die Senkung des Wärme- Energie- und Wasserverbrauchs in allen Projekten mit berücksichtigt wurde. Energetisch ineffiziente Gebäude wie das Pflegewohnheim und das Verwaltungsgebäude wurden abgerissen und neu errichtet. Unwirtschaftliche Bereiche wie die Küche, die Physikalische Therapie und die Zentralsterilisation geschlossen und die Leistung ausge-gliedert. Zudem wurde die bauliche und technische Infrastruktur des Klinikgebäudes modernisiert.

 

Bei baulichen Neu- und Sanierungsmaßnahmen wurde die Klinik über das Land Berlin unterstützt. Investiert wurde in den letzten fünf Jahren ein Betrag von 12,8 Millionen Euro, dabei flossen ca.

2,8 Millionen Euro durch Landesmittel (Einzelförderung) und 10,0 Millionen Euro durch Eigenmittel (ohne Neubau Pflegeheim) in die Maßnahmen.

 



Die technische Abteilung bei der Feier zur Gütesiegel Verleihung.


Thermische Solaranlage der Elisabeth Klinik.

Die Einrichtung dient der Akutversorgung von Patienten im Zentrum Berlins am Potsdamer Platz.

Die Evangelische Elisabeth Klinik verfügt über eine Vielzahl an Abteilungen. Dazu gehört die Innere Medizin, Allgemeine- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Lasermedizin und Plastische Chirurgie sowie Handchirurgie. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Charité legt die Klinik zusätzlich einen Schwerpunkt auf die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses.

Bettenzahl:  150

Gebäude:     Haupthaus, Pflegeeinrichtung, sechs Nebengebäude

Gründung:    im Jahr 1837 vor dem Brandenburger Tor;

Mit seinen fast 180 Jahren ist die Klinik eines der ältesten Krankenhäuser Berlins.

 

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