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Klinik Carolinum



Matthias Färber (EAM), Annegret Dickhoff (BUND Berlin), Matthias Paul (Chefarzt), Karl-Georg Dittmar-Stern (ehem. Klinikleiter), Manfred Schäfer (Techn. Leiter), Ursula Siebertz-Ohnesorge (Klinikleiterin), Michael Rothkegel (BUND Hessen), Stephan Kleiner (Buderus), Ullrich Otto (Bürgermeister) und Uwe Werner (EAM-Projektleiter)


 

 

Einsparung

Optimierter Energieverbrauch:

  • Mittlerer Energiebedarf im Jahr 2016 liegt 66 % unter dem Verbrauch ähnlich großer Kliniken (Summe aus Wärme- und Stromverbrauch nach VDI-Richtlinie 3807)
  • Vermeidung von 282 Tonnen CO2 im Jahr 2016 gegenüber 2012

  • Einsparung der jährlichen Energiekosten, denn ohne Sanierung würde die Klinik 555.000 Kilowattstunden (kWh) Wärme und 42.500 kWh Strom zusätzlich beziehen.

     

Konzept

Umfangreiche Sanierung der Heizzentrale im Jahr 2015, bei der unter anderem zwei alte Gas-Heizkesseln durch moderne Buderus Systemtechnik mit Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW) und zwei Niedertemperaturkesseln ersetzt wurden.

Die Planung führte das Energieversorgungsunternehmen EAM aus Kassel gemeinsam mit den Fachleuten von Buderus durch. Die Installation übernahm ein Fachbetrieb. Als Investor und Eigentümer des Anlagensystems tritt EAM auf, wobei die Rehaklinik Carolinum Pächter sowie Betreiber ist. Die Betriebsführung der modernen Heizzentrale leistet die EAM EnergiePlus GmbH.

Als besondere Leistung ist die Abwicklung des Projektes im laufenden Betrieb in der Heizperiode 2015 / 2016 zu benennen. Dies geschah ohne den Klinikbetrieb zu unterbrechen.

 

Baumaßnahmen:

  • Erweiterung um Neubau Haus 3 (Zuwachs um 40 Betten) im Jahr 2013


Wärmetechnik / Elektrotechnik

  • 2015 Abriss von zwei alten Gas-Heizkesseln

  • Einbau zwei Buderus Niedertemperaturkessel Logano S825 mit einer Leistung von je 1.350 Kilowatt (kW)

  • Einbau des erdgasbetriebenen BHKW-Kompaktmoduls Buderus Loganova EN140 mit 140 kW elektrische und 212 kW thermische Leistung. Ertrag jährlich: rund 815 MWh Strom für die Haustechnik und 1.500 MWh Wärme für Warmwasser und Heizung

  • Nutzung der BHKW-Abwärme zum Heizen und zum Erwärmen des Trinkwassers

  • Installation von zwei 5.000 Liter Warmwasser-Pufferspeicher

  • Einsatz einer hydraulischen Installation mit dem Master Energy Control ermöglicht homogene Betriebsweise von dem Heizsystem (12 hochmoderne Pumpen)

  • Hochtemperatur- und Niedertemperatur-Pufferspeicher mit je 5.000 Liter Fassungsvermögen

  • Erneuerung der Heizungsverteilung inklusive Einbau von Hocheffizienzpumpen

  • Monitoring von Blockheizkraftwerk, Kesselanlage und Verteilerabgängen zur Steigerung der Betriebssicherheit

 

Energiecontrolling

  • Aufbau eines Energiemonitorings „EDM Plus“ zur Steigerung der Energieeffizienz inklusive jährlichen Kontrollen und Berichten


Wasserversorgung

  • Einbau einer Frischwasserversorgung (Warmwassermodul)im Rahmen der Modernisierung der Heizzentrale in 2015

 

Raumlufttechnik

  • Einbau einer neuen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im Schwimmbad

 

Beleuchtung

  • Optimierung der Beleuchtung erfolgt durch den vermehrten Einsatz von LED-Leuchtmitteln

 

Geplante Maßnahmen zur Energieeffizienz

  • Modernisierung Kellerzentrale Bettenhaus 2 in 2017 (Status: aktuell im Bau!)

- Reduzierung Rücklauftemperatur / Steigerung der Temperaturspreizung

- Reduzierung der Pumpenlaufzeiten

- Austausch einer weiteren Lüftungsanlage ist für 2018 geplant

 

 


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