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Newsletterausgabe 2/2015

 

Liebe Leserinnen und Leser im BUND-Netzwerk,

 

medizinische Leistungen bei Kliniken und Ärzten sollen in Zukunft nach Qualität bezahlt werden. Dies können wir zum Anlass nehmen, um deutlicher über Kriterien zu sprechen, die die Leistungen aus der technischen Infrastruktur widerspiegeln.

 

Energieeffizienz und –einsparungen sind dabei wesentliche Parameter. Das fanden auch die Gäste des 10. BUND-Netzwerktreffens in den Diskussionen rund um verschiedene Praxisbeispiele. Ein Kurzbericht zur Fachtagung lesen Sie in diesem Newsletter.

 

Weitere Themen sind Novellen wie zum Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) und zum Marktanreizprogramm (MAP), die auch Gesundheitseinrichtungen betreffen können.

 

Beginnen möchte ich mit einem aktuellen Hinweis auf unsere klinikspezifische BHKW-Tagungsreihe, die im Juni in München fortgesetzt wird.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihre

Annegret Dickhoff

 

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Inhalt:

1.    BHKW-Tagung für Kliniken in München

2.    Rückblick auf BUND-Netzwerktreffen

3.    Energiedienstleistungsgesetz novelliert

4.    Bessere Zinskonditionen bei KH-Neubau und –Sanierung über KfW-Bankengruppe

5.    Förderung bei Kälte- und Klimaanlagen sowie Mini-KWK über NKI-Programm

6.    Zuschüsse bei Heizungsanlagen über MAP

7.    Neutrale Beratung und Informationen zu Contracting

8.    Klimaschutz-Aktivitäten politisch platzieren über Global 2020 Healthcare Climate Challenge

 

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1.    BHKW-Tagung für Kliniken in München

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Am Mittwoch, 24. Juni 2015 findet die siebte Fachveranstaltung innerhalb der BHKW-Tagungsreihe des Bundesverband KWK und des BUND Berlin e.V. statt. Veranstaltungsort ist das kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost in Haar.

 

Unter dem Motto „Stromkostensenkung durch Blockheizkraftwerke in Krankenhäusern“ ist die Veranstaltung sowohl für Anwender als auch Anbieter gedacht. Die Errichtung von Blockheizkraftwerken fällt unter die investiven Maßnahmen, rentiert sich aber insbesondere für mittlere bis große Krankenhäuser (ab 200 Betten) oft schon nach fünf Jahren. Neben den finanziellen Entlastungen lässt sich gleichzeitig eine Einsparung von klimaschädlichem Kohlendioxid verwirklichen.

 

Informationen finden Sie unter

BHKW-Tagung des BUND

Für reduzierte Teilnahmebeiträge melden Sie sich vorab bei mir persönlich, wenn Sie ein Vertreter aus einem Krankenhaus sind: dickhoff@bund-berlin.de, Stichwort BHKW-Tagung München

 

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2.    Rückblick auf BUND-Netzwerktreffen

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Zur zehnten BUND-Netzwerktagung am 19. März 2015 kamen fast 70 Gäste aus ganz Deutschland ins Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge nach Berlin. Das Haus ist eines von bundesweit 43 Kliniken, die bisher das BUND-Gütesiegels „Energie sparendes Krankenhaus“ für ihr besonderes Engagement beim Klimaschutz erhalten haben.

 

Die Fachvorträge behandelten Themen wie nicht- und geringinvestive Einsparmaßnahmen, automatische Erfassung und Controlling von Energiedaten sowie das novellierte Energiedienstleistungsgesetz. Die Resonanz der Gäste war durchweg positiv, auch weil die Posterpräsentationen in Kleingruppen sowie die Führung durch historische Klinikgebäude und die Heizzentrale einen direkten Austausch ermöglichten.

 

Fotos und einen Kurzbericht finden Sie unter:

Rückblick

 

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3.    Energiedienstleistungsgesetz novelliert

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Die Änderungen des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) treten am 5. Dezember 2015 in Kraft. Sie betreffen Krankenhäuser, die nicht unter die KMU-Definition fallen. Diese Einrichtungen müssen unabhängig von ihrer Rechtsform spätestens alle vier Jahre ein Energieaudit durchführen, wenn sie mindestens 250 Mitarbeiter beschäftigen, ihr Jahresumsatz 50 Mio. Euro oder ihre Jahresbilanzsumme 43 Mio. Euro übersteigt.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird stichprobenartige Kontrollen durchführen.

 

Weitere Informationen und ob Sie das EDL-G wegen Unternehmensbeteiligungen oder verbundenen Unternehmen berücksichtigen müssen, finden Sie bei einschlägigen Zertifizierungsunternehmen und regionalen Energieagenturen wie der SAENA, der EA.NRW, der EA Regio Freiburg und der BEKS, mit denen wir auch im KLIK-Projekt zusammenarbeiten.

 

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4.    Bessere Zinskonditionen bei KH-Neubau und –Sanierung über KfW-Bankengruppe

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Die KfW-Bankengruppe bietet für Krankenhäuser zwei Neuerungen bei ihren Förderprogrammen an:

 

Programm 219: Geplant ist, ab 1. Juli 2015 die Sanierung von Bestandsgebäuden zu optimieren. Während bisher nur zu sanierende Gebäude mit einem Alter von mehr als 25 Jahre förderungswürdig waren, gilt dieses Programm ab Sommer 2015 auch für jüngere Bestandsgebäude. Außerdem verbessert sich die Höhe der Tilgungszuschüsse.

 

Programm 220: Ab 1. Oktober 2015 fördert die KfW-Bankengruppe energieeffiziente Neubauten von Nichtwohngebäuden aus Mitteln des CO2-Gebäudesanierungsprogramms. Damit können auch Krankenhäuser eine Förderung für Neubauten erhalten.

 

Informationen zu den Programmen 219 und 220 erhalten Sie telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer: 0800-5399008 sowie unter www.kfw.de

 

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5.    Förderung bei Kälte- und Klimaanlagen sowie Mini-KWK über NKI-Programm

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Auch im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gibt es Möglichkeiten, Energiesparmaßnahmen für bestimmte Gesundheitseinrichtungen gefördert oder mitfinanziert zu bekommen.

 

Für Krankenhäuser, die als Wirtschaftsunternehmen tätig sind (wie beispielsweise private Einrichtungen), ist das Förderprogramm von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen möglicherweise relevant. Gefördert werden Kompressions-Kälteanlagen mit 5 bis 150 kW elektrischer Leistungsaufnahme, Kompressions-Klimaanlagen mit 10 bis 150 kW elektrischer Leistungsaufnahme und Sorptionsanlagen mit 5 bis 500 kW Kälteleistung. Voraussetzung ist, dass die benötigte Wärme aus KWK-Anlagen stammt oder Abwärme genutzt wird.

 

Bei kommunalen Einrichtungen oder Gesundheitseinrichtungen von gemeinnützigen Vereinen könnte die Mini-KWK-Richtlinie interessant sein. Anlagen bis 20 kW elektrischer Leistung, wie sie zur dezentralen Versorgung kleinerer Gebäude genutzt werden, erhalten seit Januar 2015 eine höhere Förderung.

 

Für weitere Details und andere Fördermöglichkeiten informieren Sie sich bitte unter

www.klimaschutz.de

 

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6.    Zuschüsse bei Heizungsanlagen über MAP

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Das novellierte Marktanreizprogramm MAP honoriert seit dem 1. April 2015 das Heizen mit erneuerbaren Energien und die Umrüstung alter Heizanlagen zu effizienteren Methoden. Der Bund stellt dafür über 300 Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung.

 

Bezuschusst werden private, gewerbliche und kommunale Investitionen in Heizungen, größere Heizwerke oder Wärmenetze, in denen erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Beispiele für eine mögliche Unterstützung, die auch für Kliniken interessant sein könnten, sind Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen.

 

Details zu Förderungen im Marktanreizprogramm 2015, BAFA-Teil und den Investitionskostenzuschüssen finden Sie unter

www.klimaschutz.de/de/zielgruppen/kommunen/foerderung/marktanreizprogramm-zur-nutzung-erneuerbarer-energien-im-waermemarkt-map

 

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7.    Neutrale Beratung und Informationen zu Contracting

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Contracting ist eine Möglichkeit, höher investive Maßnahmen erfolgreich umsetzen zu können. Um jedoch diesen Schritt der Finanzierung und Realisierung von gewünschten Modernisierungen mit einem Contracting-Partner zu gehen, braucht das Krankenhaus Informationen. Ziel ist es, einen personellen Mehraufwand für die Klinik zu verhindern und über die eingesparten Kosten den Contracting-Partner zu bezahlen sowie eine finanzielle Entlastung für das Krankenhaus zu erreichen.

 

Die dena (Deutsche Energieagentur) bietet Informationen zu Anbietern und vertraglichen Einzelheiten unter www.kompetenzzentrum-contracting.de/contracting-modelle/

 

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8.    Klimaschutz-Aktivitäten politisch platzieren über Global 2020 Healthcare Climate Challenge

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Eine umweltfreundliche Gesundheitsversorgung ist erreichbar, wenn die Erfolge beim Klimaschutz mitgeteilt und verbreitet werden. Denn nur, wenn der Bedarf sichtbar und Erfolge politisch platziert werden, können aus dem Gesundheitswesen heraus Forderungen gestellt und finanzielle Förderungen erwirkt werden.

 

Lassen Sie sich unterstützen und wirken Sie gleichzeitig über das GGHH (Global Green and Healthy Hospitals), ein weltweit aktives Netzwerk von Krankenhäusern und Gesundheitsorganisationen mit dem Anspruch, Richtlinien für eine umweltfreundliche öffentliche Gesundheitsversorgung zu fördern.

Seit der Gründung im Jahr 2011 ist das Netzwerk schnell auf über 470 Mitglieder aus 32 Ländern angewachsen und vertritt die Interessen von über 9.500 Krankenhäusern und Gesundheitszentren auf jedem Kontinent der Welt.

 

Die nun startende Kampagne „Global 2020 Healthcare Climate Challenge“ lädt Krankenhäuser weltweit dazu ein, sich zum Klimaschutz zu bekennen. Sie können aktiv werden, indem Sie eine Verpflichtung zur Reduktion der Treibhausgasemissionen Ihrer Klinik unterschreiben. Diese englischsprachige Erklärung finden Sie unter:

www.greenhospitals.net/en/about-challenge/

 

Jeder Teilnehmer wird automatisch Mitglied im GGHH und erhält Zugang zu der Online-Kooperationsplattform. Während der UN-Klimaschutzverhandlungen im Dezember in Paris ist eine Prämierung der besten Krankenhäuser geplant.

 

Anja Leetz ist die deutsche Ansprechpartnerin und steht Ihnen bei Fragen zur Global 2020 Healthcare Climate Challenge oder zu Erklärungen gerne zur Verfügung.

Anja Leetz, Executive Director von HCWH Europe, anja.leetz@hcwh.org

Tel: +49 6222 7693 202

 

Die Pressemittelung zur Absichtserklärung im Rahmen der 2020 Challenge finden Sie unter:

www.noharm-europe.org/articles/press-release/europe/healthcare-systems-worldwide-pledge-climate-action

 

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Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 – 0

Fax: (030) 78 79 00 -28

E-Mail: presse@bund-berlin.de

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bitte eine E-Mail an: dickhoff@bund-berlin.de

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