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Newsletterausgabe 2/2014

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

drei Krankenhäuser mit dem BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ kannten kein Sommerloch, denn sie konnten ihre Auszeichnung erfolgreich für weitere fünf Jahre verlängern. Mehr zu den umgesetzten Maßnahmen finden Sie in diesem Newsletter.

Erfreulich ist auch, dass wir mit Rita Schwarzelühr-Sutter als Parlamentarische Staatssekretärin die Tradition der Schirmherrin aus dem Bundesumweltministerium (BMUB) fortsetzen können.

 

Die Resonanz auf den Start zum Projekt „KLIK – Klimamanager für Kliniken“ war gut. Erste Krankenhäuser haben bereits eine Zusage für die Zusammenarbeit abgegeben. Über weitere Bewerbungen von Einrichtungen, die bei sich Einsparpotenziale für nicht- und geringinvestive Maßnahmen zum Klimaschutz sehen, freuen wir uns. Für die Region West steht bereits ein Schulungstermin für die Klimamanager fest.

 

Dieser Newsletter hält Informationen zu Förderprogrammen und Veranstaltungshinweise für Sie bereit. Gleich vorweg: Das nächste BUND-Netzwerktreffen gibt es im Frühjahr 2015, dann als zehnte Veranstaltung zum Gütesiegel - was wir gerne als kleines Jubiläum mit Ihnen feiern möchten.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse und

sommerliche Grüße aus Berlin

Ihre

Annegret Dickhoff

 

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Inhalt:

1.    Drei Kliniken glänzen mit Erfolgen und verdienen sich eine Gütesiegelverlängerung

Karl-Jaspers-Klinik, Niedersachsen

Stadtklinik Frankenthal, Rheinland-Pfalz

Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg

2.    Neue Schirmherrin zum BUND-Gütesiegel

3.    Bewerbungsphase im Projekt „KLIK – Klimamanager für Kliniken“

4.    Förderprogramme

5.    Veranstaltungshinweise

 

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1. Drei Kliniken glänzen mit Erfolgen und verdienen sich eine Gütesiegelverlängerung ***************************************************************************

Im Sommermonat Juli erhielten drei Kliniken ihre erste Verlängerung zum Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“. Die Einrichtungen erfüllen die anspruchsvollen BUND-Einsparkriterien, die an die Vergabe des Siegels geknüpft sind. Das heißt, weitere Einsparungen und ein funktionierendes Energiemanagement müssen nachgewiesen werden. Eindrucksvoll zeigen die Beschäftigten in allen drei Einrichtungen, dass die Erfolge durch Personal mit Fachwissen, Offenheit für Ideen und mit gutem Überblick über ihre Liegenschaften erreichbar sind. Hier einige Details zu den Häusern:

 

Die Karl-Jaspers-Klinik (KJK) in Bad Zwischenahn, Niedersachsen erhielt am 17. Juli 2014 als erste der drei Kliniken ihre Gütesiegelverlängerung. Diese Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie vermeidet 952 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr, nachdem sie bis 2008 den Energieverbrauch bereits um 521 Tonnen CO2 senkte. Nach fünf Jahren eine so deutliche Reduktion klimaschädlicher Emissionen um fast ein Drittel zu erreichen, ist bisher noch keiner Klinik gelungen. Baulich wurden in den größtenteils denkmalgeschützten Gebäuden die Warmwasserleitungen gedämmt und effizient gekürzt. In den anderen Gebäuden wurde stets zwischen energetischer Gebäudesanierung und Neubau abgewogen.

Technisch brachte der Einbau eines erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerkes (BHKW) mit 373 Kilowatt thermischer Leistung zur Grundlastabdeckung hohe Einsparungen. Heute werden darüber zwei Drittel des Strombedarfs gedeckt. Seit 2012 läuft eine Photovoltaik-Anlage, die jährlich 50.000 kWh regenerativen Strom produziert.

Weitere Information zu Bad Zwischenahn unter:

energiesparendes-krankenhaus.de/index.php

 

Die Stadtklinik Frankenthal in Rheinland-Pfalz erhielt am 20. Juli 2014 im Rahmen von Feierlichkeiten zum 35-jährigen Klinikjubiläum die Gütesiegel-Urkunde zur Verlängerung.

Zwischen 2009 und 2013 wurden hier weitere 509 Tonnen (entsprechend 16,5%) CO2 jährlich eingespart Zum Energiesparkonzept gehörten der Neuaufbau und die Neustrukturierung verschiedener Klinikbereiche wie die Intensivstation und die OP-Abteilung. Dort wurden die Fassaden durch Wärmedämmfassaden erneuert. Weiterhin wurden 800 Quadratmeter Flachdachfläche komplett saniert, auch das mit dem Ziel der Wärmedämmung. Die Lüftungsanlage wurde durch Umbau und Teilstilllegung optimiert und mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Bei der Kälteerzeugung senkte alleine die Anschaffung eines Schraubenkompressors den Stromverbrauch um 40.000 kWh pro Jahr.

Weitere Information zu Frankenthal unter:

energiesparendes-krankenhaus.de/index.php

 

Schließlich überreichte der BUND dem Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz, vormals Klinikum Konstanz, in Baden-Württemberg am 21. Juli 2014 das Siegel zur Verlängerung.

In diesem Haus wurde bereits in den Jahren 2003 bis 2008 eine Einsparung von 1.661 Tonnen CO2 realisiert. In den Jahren danach wurde das Klinikum weiter aus- und umgebaut. Das vorhandene BHKW (1.280 kW therm., 835 kW elektr. Leistung) speist über den Eigenstrombedarf der Klinik hinaus auch regelmäßig ins öffentliche Netz ein. Die Klinik setzt zudem auf Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung bei der Klimatisierung von Patientenzimmern, Personal-und Geschäftsräumen. Hierzu bezieht die Absorptionskältemaschine überzählige Wärme aus dem BHKW.

Weitere Information zu Konstanz unter:

energiesparendes-krankenhaus.de/index.php

 

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2. Neue Schirmherrin zum BUND-Gütesiegel

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„Sowohl die Erstvergabe des Gütesiegels an Kliniken wie auch die erneute Gütesiegel - Vergabe zeigen, dass sich Klimaschutz lohnt und verstetigt werden kann.“ schreibt die neue Schirmherrin des Projekts, Rita Schwarzelühr-Sutter in ihrem Grußwort. Wir freuen uns, mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Tradition der Schirmherrschaft für das Gütesiegel weiter führen zu können. Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter unterstützt die Aktivitäten des BUND bei der Arbeit zum Klimaschutz in Krankenhäusern politisch. Dazu finden Sie ihr aktuelles Grußwort unter energiesparendes-krankenhaus.de/index.php

 

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3. Bewerbungsphase im Projekt „KLIK – Klimamanager für Kliniken“

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Das Projekt „KLIK – Klimamanager für Kliniken“, das wir seit Anfang 2014 gemeinsam mit der Stiftung viamedica durchführen, ist positiv von den Krankenhäusern aufgenommen worden.

 

Mittlerweile ist die Internetseite des Projekts online unter: www.klik-krankenhaus.de. Erste Informationen über die Projektpartner und die Ziele - das Energieeinsparpotenzial durch nicht- und geringinvestive Maßnahmen in Kliniken zu nutzen – sind hinterlegt. Über ein Bewerbungsformular für Krankenhäuser können Sie Ihr Interesse am Projekt äußern.

Auch wenn schon zahlreiche Bewerbungen eingegangen sind, läuft die Akquise-Phase weiter.

 

Mit dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) geförderten Projekt werden insgesamt 50 deutsche Kliniken dabei unterstützt, eine/n Mitarbeiter/-in zur Klimamanagerin bzw. zum Klimamanager weiterzubilden. Dies bietet die Möglichkeit, Energiesparpotenziale im eigenen Haus zu erkennen und gezielt nicht- und geringinvestive Energiesparmaßnahmen umzusetzen.

 

Für die ausgewählten Klimamanager wird eine zweitägige Schulung angeboten. Sie können diese in einer von vier Regionen besuchen. Themen wie Maßnahmenkataloge, Kommunikation, Umsetzungsmanagement sowie Praxisbeispiele stehen auf dem Programm. Darauf aufbauend finden im Laufe von zwei Jahren drei Workshops zur Planung und Umsetzung einzelner Aktivitäten in den Regionen Nord, Ost, Süd, West statt.

Am 4. und 5. November 2014 wird die Schulung in Wuppertal für die Region West in Kooperation mit der Energieagentur Nordrhein-Westfalen stattfinden.

 

Wenn das Projekt Ihr Interesse weckt und auch Sie Einsparpotenzial in Ihrem Haus vermuten, gleichzeitig Energiekosten durch nicht- und geringinvestive Maßnahmen sparen sowie die Umwelt nachhaltig entlasten wollen, dann bewerben Sie sich jetzt unter: www.klik-krankenhaus.de/das-projekt/bewerbung/

 

Für Rückfragen wenden Sie sich gern auch direkt an mich als Projektleiterin unter: dickhoff(at)bund-berlin.de.

Weitere aktuelle Informationen über unser vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördertes Projekt finden Sie unter: www.klimaschutz.de/de/projekt/klik-klimamanager-f-r-kliniken

 

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4. Förderprogramme

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An dieser Stelle möchten wir Hinweise zu zwei interessanten Förderprogrammen geben:

KfW-Energieeffizienzprogramm

Die KfW Bankengruppe hat Nachhaltigkeit zu einem vorrangigen Geschäftsziel erklärt. Daher unterstützt sie Unternehmen, die zum Wohl von Mensch und Umwelt nachhaltig wirtschaften, mit einer Reihe von Förderprogrammen. Das KfW-Energieeffizienzprogramm richtet sich an in- und ausländische Unternehmen und Freiberufler. Beispielsweise werden die Sanierung und der Neubau von Gebäuden, die die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen bzw. beim Neubau übertreffen, gefördert. Aber auch für eine Reihe baulicher Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung sowie zur Erneuerung der Steuerungstechnik oder zum Bau von KWK/BHKW-Anlagen ist eine Kreditvergabe vorgesehen.

Spezielle Informationen dazu finden Sie hier:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/Finanzierungsangebote/Energieeffizienzprogramm-%28242-243-244%29/#1

 

Energiemanagementsysteme

Die Klinik Hohe Mark, seit 2012 Krankenhaus mit BUND-Gütesiegel, hat uns auf ein weiteres interessantes Förderprogramm hingewiesen.

Im Rahmen des „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung werden Energiemanagementsysteme gefördert. Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen mit Sitz in Deutschland und umfasst unter anderem die Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 500001, aber auch den Erwerb von Technik und Software für die erfolgreiche Arbeit mit Energiemanagementsystemen.

 

Weitere Details finden Sie unter:

www.bafa.de/bafa/de/energie/energiemanagementsysteme/

 

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5. Veranstaltungshinweise

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25. September 2014 in Berlin

Im Rahmen der BHKW-Tagungsreihe für Anbieter und Anwender bieten wir die Fachtagung unter dem Motto „Senkung der Energiekosten in Krankenhäusern durch Blockheizkraftwerke“ an. Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. richtet diese Fachtagung in Kooperation mit dem BUND aus. Veranstaltungsort ist das Krankenhaus Bethel Berlin (Promenadenstr. 3-5, 12207 Berlin), welches auch mit dem BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ zertifiziert ist.

Ein ausführliches Programm senden wir Ihnen in Kürze zu.

 

2./3. Dezember 2014 in Lollar

Erfolgreiche Beispiele für Partnerschaften in Krankenhäusern mit BUND-Gütesiegel werden bei der Tagung „Energieeffizienz im Gesundheitswesen durch Contracting“ vorgestellt. Die Tagung richtet sich insbesondere mit seinen Best-Practice-Beispielen an die Geschäftsführer im Gesundheitswesen sowie an Führungskräfte von Energiedienstleistern. Das Programm finden Sie unter:

www.energiecontracting.de/04_vfw/04_seminare/seminare-text-2010.php

 

19. März 2015 in Berlin

Das nächste BUND-Netzwerktreffen wird die zehnte Veranstaltung zum Thema „Klimaschutz im Krankenhaus“ sein. Unterstützt wird das Treffen vom Berliner Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, das bereits seit 2003 zu den Gütesiegel-Krankenhäusern zählt.

Bitte merken Sie sich diesen Termin schon vor.

 

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Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 – 0

Fax: (030) 78 79 00 -28

E-Mail: presse@bund-berlin.de

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