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Karl-Jaspers-Klinik


TECHNISCHE FAKTEN

Karl-Jaspers-Klinik

 

Die Karl-Jaspers-Klinik in Niedersachsen bekam zum ersten Mal im Jahr 2009 das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ vom BUND verliehen. Die ab 2003 eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz hatten zur Folge, dass jährlich bis zum Jahr 2008 die CO2 –Emissionen um 521 Tonnen reduziert wurden.

Für die Wärmeversorgung der Karl-Jaspers-Klinik stehen seit dem  zwei moderne Brennwertkessel mit einer Leistung von 2 und 1,25 Megawatt (MW) sowie ein Niedertemperaturkessel mit 1,5 MW zur Reserve zur Verfügung.

Außerdem wurden die alten Fenster gegen Fenster mit hochwertigen Wärmeschutzverglasungen ausgetauscht und für eine zusätzliche Dämmung diverser Dachböden der Liegenschaft sowie der Nachdämmung von Heizungsunterstationen gesorgt.

 

Die CO2-Emissionen konnten in den Folgejahren der Erstauszeichnung um zusätzlich 952 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Das entspricht exakt 29,8% CO2.

Vor allem durch die Reduzierung des Energieverbrauchs können, seit 2008, über 150.000 Euro jährlich an Kosten eingespart werden.

 

 

 

Die energieeffizienten Maßnahmen im Klinikum:

 

 

Wärmeversorgung

 

Die Klinik hat im Jahr 2009 ein Blockheizkraftwerk mit ca. 373 Kilowatt thermischer Leistung zur Grundlastabdeckung in Betrieb genommen. Dieses BHKW deckt 2/3 des Strombedarfs der Klinik. Sämtliche Heizanlagen und Unterstationen werden durch eine moderne Gebäudeautomation der Firma Hermes-Systeme GmbH in Eigenregie betrieben und überwacht. Im Rahmen der Installation der Gebäudeautomation wurde ein Großteil der Pumpen durch elektronisch geregelte ausgetauscht, was deutlich Strom spart.

 

Gebäudedämmung

 

Die Verbesserung der Gebäudesubstanz der zum Teil bis zu 150 Jahren alten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ist seit Jahren ein Anliegen des Krankenhauses. Hier wurden und werden insbesondere folgende Maßnahmen durchgeführt:

•    Ständige Erneuerung von Trinkwassersystemen unter Berücksichtigung kurzer Leitungslängen und optimaler Leitungsdämmung; aktuell ca. 60 % umgesetzt

•    Abwägung unter energetisch relevanter Sicht, Abriss (Neubau) gegenüber Sanierung bestehender Gebäude (alte Wohnheime, Patienten-Treffpunkt, Werkhalle)

 

Stromversorgung

 

Die Klinik saniert stations- und gebäudeweise Ihre Beleuchtung. Hierbei werden flächendeckend Leuchten mit LED-Technik vorgesehen. Innenliegende Räume werden bewertet und ggf. mit Präsenzmeldern ausgestattet. Die kontinuierliche Beschaffung von elektrischen Geräten beinhaltet eine Bewertung des Stromverbrauches. Es erfolgte im Jahr 2012 die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf einem bestehenden Gebäude mit einer Leistung von 57 kWp. Damit werden rund 500 kWh pro Jahr regenerativ Strom erzeugt.

Die veraltete energieintensive EDV-Infrastruktur wird sukzessive gegen Green-IT ausgetauscht. In diesem Zusammenhang wurden auch die alten Server ausgewechselt und durch Virtualisierung auf wenige Maschinen zusammengefasst.

 

Energiemanagement

 

Die im Jahr 2006 installierte Gebäudeleittechnik dient als Grundlage des Energiemanagements. Hier werden alle relevanten Heizenergie- und Stromverbrauchskosten sowie Wasserverbräuche erfasst und seitens der Technischen Abteilung bewertet und hausintern kommuniziert. Dies führte zu einer Optimierung im Gebäudemanagement. Alle Anlagen oder Gebäude sind nutzerspezifisch im Bereich der Wärmeversorgung, Warmwasserbereitung und Lüftungstechnik abgestimmt. Ein Lastspitzenmanagement ist integriert.

 

 

 

 


Bund-Gütesiegel

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