www.energiesparendes-krankenhaus.de
 ESK/Ausgezeichnete Krankenhäuser/Nordrhein-Westfalen/Klinikum Lüdenscheid/Information
    
 

Klinikum Lüdenscheid



Spitzenergebnis bei der CO2 Reduzierung im Klinikum Lüdenscheid. Ausstoß um 3.286 Tonnen verringert.

 

Das Haus im Nordwesten des Sauerlandes erhält als 34. Klinik bundesweit das BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“. Der Grundstein zu der heutigen Form und des umfassenden Leistungsspektrum wurde am 1. Januar 1973 gelegt, als das damalige Kreiskrankenhaus Hellersen und das Städtische Krankenhaus Lüdenscheid zum Klinikum Lüdenscheid fusionierten. Seitdem kümmern sich Tag für Tag rund 1.700 Beschäftigte vor Ort als auch hinter den Kulissen um das Wohl der Patienten.

 

Lüdenscheid, 1. Dezember 2011

Durch ein umfassendes Energiemanagement gekoppelt mit technischen Modernisierungen und vielfältigen Maßnahmen zur Energieeffizienz konnte ein Einsparerfolg in Höhe von 25,4 % bei dem Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids innerhalb von fünf Jahren erzielt werden. Dies bedeutet, dass das Klinikum Lüdenscheid im letzten Jahr 3.286 Tonnen CO2 weniger emittiert als 2006. Die beachtliche Menge von 4.850 MWh Erdgas und 3.600 MWh Strom und 930.000 Euro weniger Energiekosten konnten so jährlich eingespart werden. Anschaulich umgerechnet entspricht dies dem ökologischen Fußabdruck (Indikator für Nachhaltigkeit und Ressourcenverbrauch) von 328 Personen in Deutschland.

 

Nicht eingeflossen in die Zertifizierung ist das gasbetriebene Blockheizkraftwerk des Tochterunternhemens WIDI Energie GmbH, da es erst 2010 in Betrieb genommen wurde. Es deckt einen erheblichen Teil des riesigen Wärme- und Strombedarfs der Kliniken und der WIDI selbst abdeckt. Wirtschaftlich interessant aus Sicht der Geschäftsführung: Das BHKW amortisiert sich bereits nach drei Jahren, wie Christof Hackler von der WIDI sagt. Bei anderen Maßnahmen ist das zum Teil sogar schon früher der Fall, erläutert Markus Kimmeskamp, der als Facility-Manager des Klinikums den ökologischen Umbau vorantreibt.

Als Beispiel: Neue Ventilatorsysteme, bestehend aus Radialventilatoren mit Flachriemenantrieb, Motoren mit hoher Effizienzklasse und neuen Frequenzumformern brachten weitere durchgreifende Einsparungen. Allein durch diese Maßnahmen konnte der Stromverbrauch um ca. 2.200.000 kWh im Jahr weiter reduziert werden. Die eingesetzte Investitionssumme für die Erneuerung der Ventilatorsysteme von ca. 500.000 Euro führte zu einer Senkung der Stromkosten um rund 300.000 Euro jährlich und hat sich bereits nach zwei Jahren amortisiert.

 

Weitere hohe Einsparpotentiale im Haupthaus des Klinikums sowie den umliegenden älteren Gebäuden auf dem Grundstück lagen in der bedarfgerechten Anpassung der raumlufttechnischen Anlagen (RLT). So wurden die Betriebszeiten und Volumenströme in der Kälte- und Wärmetechnik optimiert. Durch die Ausstattung der zentralen RLT mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung mit adiabater Abluftkühlung konnte der Wärmebedarf weiter deutlich nach unten getrieben werden. Auch der Kältebedarf für die Klimatisierung wurde entscheidend reduziert, so dass die neuen Kältemaschinen statt für ursprünglich 2.000 kW nur noch für 1.000 kW Leistung ausgelegt werden mussten.



(v.l.): Christian Tögel (Energie Agentur NRW), Paul Kröfges (BUND NRW), Annegret Dickhoff (BUND Berlin), Markus Kimmeskamp (Bereichsleiter technisches FM), Detlef Seidel (Aufsichtsratvorsitzender) und Dr. Heinz Baues (NRW-Klimaschutzministerium)


Bund-Gütesiegel

© BUND Berlin e.V.