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Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen



TECHNISCHE FAKTEN

Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) verlieh ihr Zertifikat für überaus erfolgreiche Einsparmaßnahmen an die Gunzenhausener. Es wird nun 34,8% weniger klimaschädliches Kohlendioxid emittiert als vor den Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs. Das entspricht 889 Tonnen CO2 pro Jahr.

 

Im Konzept zur Energieeinsparung sind enthalten:

  • Bau eines Blockheizkraftwerks im Rahmen des Konjunkturpakets II mit einer Leistung von 70 KW elektrisch und 120 KW thermisch
  • Umfangreiche Baumaßnahmen zur Erhöhung der medizinischen Leistungsfähigkeit im Funktionsbereich wie Notaufnahme, Röntgen, Labor sowie OP-Säle und zukünftige Modernisierung und Erweiterung der Bettenhäuser (ab Ende 2012)
  • Erweiterung der Gebäudeleittechnik
  • Einbau einer Kälteerzeugungsanlage (Firma RC Group Maximo, 468 kW)

 

Zusätzlichen wurden in Vereinbarung einer Energieeinsparpartnerschaft mit der Firma WISAG Energiemanagement GmbH& Co. KG folgende Maßnahmen umgesetzt:

 

Wärmeversorgung

  • Installation eines Erdgas-Heizkessels (500 kW) als Brennwertdoppelkesselanlage (Spitzenkessel)
  • Ausstattung des zweiten vorhandenen Bivalentkessels (Spitzenkessel) mit neuen Zweistoffbrenner und Weiternutzung zur Sicherstellung der vollständigen Redundanz und bei Umstellung von Erdgas- auf Heizölbetrieb
  • Installation eines Holzhackschnitzel-Heizkessels mit einer maximalen thermischen Leistung von 550 kW und einem Pufferspeicher von 10.000 Liter sowie einem 100 m³ Bunker für die aus der Region stammenden Hackschnitzel als Grundlastkessel
  • Erneuerung der vorhandenen Druckhaltung und Installation einer zentralen Kompressordruckhalteanlage
  • Austausch von 17 alten Heizungsumwälzpumpen gegen 14 elektronisch drehzahlgeregelte Hocheffizienzumwälzpumpen (10 W bis 1500 W) für die Verteilung des Warmwassers
  • Erneuerung der vorhandenen Trinkwarmwassererzeuger in der Lüftungszentrale durch 2 neue Speicherwassererwärmer in Edelstahlausführung mit patentierter Legionellenschutzschaltung

 

 

RLT-Anlagen

  • Zur Kühlung des zukünftig noch benötigten Volumenstroms (ca. 10.000 m³/h) wird die bestehende Großkältemaschine stillgelegt und ein neuer luftgekühlter Kaltwassersatz installiert --Nennkälteleistung: 50 kW (7/12 °C) in gesplitteter Ausführung (Verflüssiger extern) ohne Entfeuchtungsfunktion mit integriertem Kaltwasserpufferspeicher
  • Stilllegung der Dampfbefeuchtung sämtlicher RLTAnlagen
  • Installation von dynamischen Volumenstromreglern zur hydraulischen Optimierung der RLT-Kühlregister

 

 

Dampfversorgung

  • Installation von 2 neuen elektrischen Dampferzeugern für die dezentrale Dampfversorgung der Bettgestellwaschmaschine und des Matrazenautoklaven in der Bettenzentrale
  • Installation eines Dampfspeichers (200 Liter) zur Vergleichmäßigung des Betriebs der Dampferzeuger und zur Reduzierung elektrischer Leistungsspitzen

 

 

Schwimmbadtechnik / Sanitärtechnik

  • Installation einer Folien-Schwimmbadabdeckung für das Bewegungsbad inkl. mechanischer Aufrollvorrichtung
  • Rückführung des Messwassers einer Messstrecke für das Bewegungsbad durch einen Auffangbehälter mit Rückführpumpe
  • Beistellung von insg. 300 Durchflussbegrenzern (Typ Neopearl) für Waschtische (davon 150 als Austauschsatz)

 

 

Beleuchtung

  • Erneuerung, Umbau bzw. Neuinstallation von insg. 361 Leuchten vor allem in den Bauteilen A und B mit Einsatz von T5-Leuchtmitteln und elektronischen Vorschaltgeräten

 

 

Gebäudeautomation / Energiezähler

  • Ersatz der vorhandenen Anlagenregelungen in den Heiz- und Lüftungszentralen durch DDC-Regelungen, inklusive bedarfsabhängiger Erneuerung von Feldgeräten
  • Aufschaltung der neu installierten DDC-Regelungen auf eine webbasierte Gebäudeleittechnik (NovaVaka).
  • Optimierung der Regelungsparameter mit Anpassung der Anlagensollwerte und Betriebszeiten aller HLK-Anlagen zur Erreichung der erforderlichen Raumluftkonditionen
  • Montage von Energie- und Wasserzählern und Aufschaltung auf die DDC-Automationsstationen und Übertragung der Daten auf die web-basierte Gebäudeleittechnik
  • Implementierung eines webbasierten Energiecontrollingsystems (InterWatt)

 

 

Energiemanagement

  • Kontinuierliches Monitoring und Controlling des Energieverbrauchs

    -  Ziel: zeitnahe Reaktion auf Zielabweichungen

    -  Identifikation von Schwachstellen und Ableitung von Optimierungsmöglichkeiten

  • Instandhaltungsmanagement
  • Störungsbeseitigung
  • Berichtswesen

    -  Regelmäßige Energieberichte

    -  Jährliche Abrechnungen für den Kunden

  • Nutzermotivation

 

 


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