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Newsletter Ausgabe 3/2010

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Klimaschutz ist freiwillig. Dies gilt für die Betreiber von Krankenhäusern ebenso wie für die Eigentümer von Wohngebäuden. Das jetzt vorgelegte Energiekonzept der Bundesregierung setzt vor allem auf die freiwillige Initiative bei den Eigentümern. Künftig sollen rund eine Milliarde Euro jährlich für die Förderung von Sanierung und Neubau von Wohngebäuden zur Verfügung stehen. Das Ziel ist es, in den nächsten zehn Jahren zwanzig Prozent der Wärmebedarf von Wohngebäuden zu senken.

 

Krankenhäuser weisen ebenfalls ein sehr hohes Einsparpotenzial beim Wärme- und Stromverbrauch auf. Der Auslöser für Einsparmaßnahmen sind die hohen Unterhaltskosten und anstehende Modernisierungen. Das Engagement für den Klimaschutz im Krankenhaus wird durch die Auszeichnung mit dem BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ gewürdigt.

 

Auf der diesjährigen BUND-Netzwerktreffen zum Thema >Energieeinsparung und Klimaschutz im Krankenhaus< am 28. Oktober 2010 stellen acht Krankenhäuser ihre umgesetzten Maßnahmen vor. Dieser virtuelle Klinikrundgang findet innerhalb eines Marktplatzes mit Unternehmensausstellung statt. Trends in der Branche zu den Schwerpunkten Dämmen – Finanzieren – Beleuchten werden durch Fachvorträge ergänzt.

 

Kennwerte sind notwendig, um den Energieverbrauch von Kliniken einschätzen zu können. Die VDI-Richtlinie 3807 Blatt 2 dient als Grundlage zur Beurteilung der Daten, bevor ein Krankenhaus das BUND-Gütesiegel erhält. Die Kennwerte sollen nun aktualisiert werden. Dazu läuft derzeit eine Online-Erhebung.

 

Die RWTH Aachen beschäftigt sich in einem Forschungsprojekt mit Fragen rund um die Energieberatung und hat eine Umfrage gestartet. Es sollen die Energieberatungsleistung definiert und standarisiert werden. Beabsichtigt wird, die Effizienz einer Beratungsleistung zu steigern und die Ausbildung des Energieberaters zu verbessern.

 

Nehmen Sie aktiv teil, Energieeinsparungen und Klimaschutz im Krankenhaus zu gestalten.

Ich freue mich über Ihre Anmeldung zur BUND-Netzwerkveranstaltung. Ordnen Sie Ihre Verbrauchswerte im Online-Portal zur VDI-Richtlinie 3807 ein und beteiligen Sie sich bei der Umfrage von den Wissenschaftlern der RWTH Aachen.

 

Bis zum Netzwerktreffen verbleibe ich

mit besten Grüßen aus Berlin

Annegret Dickhoff

 

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Inhalt:

1. BUND-Netzwerktreffen am 28. Oktober 2010 in Berlin

2. Mitwirken bei der Aktualisierung der VDI-Richtlinie 3807

3. Umfrage der RWTH Aachen zur Energieberatungsleistung

4. Energie-Mythen aufgespürt

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1. BUND-Netzwerktreffen am 28. Oktober 2010 in Berlin

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Die 6. Netzwerkveranstaltung zum BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ findet am 28.Oktober 2010 statt. Beginn ist 9:30 Uhr. Der Veranstaltungsort befindet sich in der medicallounge - Information Centre Health Care im Umspannwerk Kreuzberg, Ohlauer Str. 43 (Ecke Paul-Linke-Ufer).

 

Das Treffen richtet sich an Fachleute in und für Kliniken wie Geschäftsführer, Technische Leiter, Energiedienstleistungsunternehmen, Planer etc. Die Teilnahmegebühr beträgt 75,- Euro netto für Klinikmitarbeiter sowie 200,- Euro netto für Unternehmensvertreter.

 

Acht Krankenhäuser mit BUND-Gütesiegel stellen ihre energieeffizienten Maßnahmen und deren Finanzierung bei einer Posterpräsentation vor. Dieser virtuelle Klinikrundgang findet innerhalb eines Marktplatzes mit exklusiver Unternehmensschau statt. Fachvorträge zu den Themen Dämmen - Finanzieren - Beleuchten ergänzen den inhaltlich spannenden Austausch.

 

Im Detail sind die folgenden Fachthemen vorgesehen:

- Passivbaustandard im Neubau von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

- Dämmen von Klinikfassaden im Gebäudebestand

- Emissionshandel für Krankenhäuser

- Förderangebote durch die KfW-Bankengruppe

- Beleuchtungskonzepte und deren Finanzierungsmodelle

 

Am Abend findet eine zusätzliche Abendveranstaltung mit Livemusik statt, an der auch Architekten sowie Gebäudetechniker aus der Parallelveranstaltung „Forum Energie“ teilnehmen.

 

Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie unter www.energiesparendes-krankenhaus.de/index.php

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2. Mitwirken bei der Aktualisierung der VDI-Richtlinie 3807

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Mit Unterstützung durch den Verein Deutscher Ingenieure (VDI) werden von ages - Münster Verbrauchsdaten für Wärme, Strom und Wasser im Krankenhaus gesammelt und statistisch zu Vergleichskennwerten aufbereitet. Diese Vergleichskennwerte sollen in die VDI-Richtlinie 3807 Blatt 2 aufgenommen werden.

 

Sie können sich online selber bewerten, wenn Sie Ihre Verbrauchsdaten unter d2010kh.kennwerte.ekomm.eu eingeben.

Erhebungsbögen zum Ausdrucken finden Sie unter www.ages-gmbh.de.

 

Die Vergleichskennwerte sind in den ages Kennwerteberichten sowie auf dem Internetportal kennwerte-online.de hinterlegt.

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3. Umfrage der RWTH Aachen zur Energieberatungsleistung

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Die Technische Hochschule Aachen (RWTH) führt derzeit eine Umfrage zur Verbesserung und Professionalisierung von Energieberatungen durch. Die Befragung dient dem Forschungsvorhaben „ESysPro - Energieberatung Systematisch Professionalisieren“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

 

Die Wissenschaftlicher des Lehrstuhls für Baubetrieb und Gebäudetechnik unter Leitung von Professor Dr.-Ing. Marten Brunk bitten um Ihre Mithilfe.

Unter dem Link www.q-set.de/q-set.php ist eine Online-Umfrage zu Kundenwünschen installiert. Die Beantwortung der Fragen wird ca. zehn Minuten dauern. Die Ergebnisse fließen direkt in die Verbesserung und Neugestaltung von Energieberatungsleistungen ein. Das Ziel ist es, den Verbraucher vor falscher Beratung zu schützen und einheitliche Standards in der Energieberatung zum Nutzen des Kunden zu erstellen.

 

Eine umfangreiche Erläuterung zum Forschungsprojekt und dieser Umfrage erhalten Sie auf der Projekt-Homepage www.esyspro.de unter der Rubrik Energieberatungskunden.

 

Ihr Ansprechpartner zum ESysPro-Projekt ist:

Dipl.-Ing. Nikolaus Möllenhoff

Lehrstuhl für Baubetrieb und Gebäudetechnik

RWTH Aachen

Tel.: +49 (0) 241 / 80-25199

E-Mail: moellenhoff@bgt.rwth-aachen.de

 

Das Forschungsteam würde sich über Ihre Teilnahme an der Umfrage freuen und dankt Ihnen vorab herzlich für die Unterstützung.

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4. Energie-Mythen aufgespürt

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Zum Schluss des Newsletters möchte ich zum Thema „Ökostrom im Krankenhaus ist teurer als herkömmlicher Strom“ einen Hinweis aus dem BUND-Gütesiegel-Kliniken aufgreifen.

 

Zwei Krankenhäuser mit der Auszeichnung „Energie sparendes Krankenhaus“ beziehen Ökostrom. Es handelt sich um das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin sowie das Klinikum Bremerhaven Reinkenheide.

Beide Einrichtungen beziehen Strom, der ein vom BUND anerkannter grüner Strom ist, weil er zum Grüne-Strom-Label gehört. Die Kunden zahlen einen Aufpreis für den Neubau von Anlagen zur Produktion von Erneuerbare-Energien-Strom. Es handelt sich hierbei nicht um Strom mit RECS-Zertifikaten (Renewable Energy Certificate System), der nicht dem Ausbau der Erneuerbaren Energien dient.

 

Trotz des Aufpreises haben die beiden Krankenhäuser es geschafft, durch geschickte Ausschreibungen den zu zahlenden Strompreis niedrig zu halten. Damit wurden sie Großkunden bei einem Ökostromhersteller. Ein schönes Beispiel zum ATOMAUSSTIEG SELBER MACHEN.

 

Weitere Informationen unter www.atomausstieg-selber-machen.de und auf der Projekthomepage zum BUND-Gütesiegel.

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Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 – 0

Fax: (030) 78 79 00 -28

E-Mail: presse@bund-berlin.de

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