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Newsletter Ausgabe 2/2010

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Lüftung, Dampfversorgung, Kältebereitstellung oder Klimatisierung – die technische Infrastruktur im Krankenhaus ist vielfältig und birgt auch nach Jahren kontinuierlicher Optimierung weitere Potenziale zur Energieeinsparung.

 

Dies beweisen die LVR-Klinik Bonn und das Evangelische Krankenhaus Bethesda in Mönchengladbach. Sie hatten nach fünf Jahren mit dem BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ erneut Einsparungen vorzuweisen. Deshalb erhielten die beiden Kliniken in Nordrhein-Westfalen eine Verlängerung der Auszeichnung.

 

Je mehr Krankenhäuser in einem Bundesland das Gütesiegel tragen, desto größer ist auch ihre Möglichkeit, gemeinsam mit dem BUND Einfluss auf die Landespolitik zu nehmen. Auf Bundesebene unterstützt die neue parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Katherina Reiche (MdB) als Schirmherrin das Projekt. Im Grußwort betont sie die Vorbildfunktion der ausgezeichneten Einrichtungen.

 

Praxisbeispiele stehen auch bei der zweiten Fachmesse und dem Kongress „Energieeffiziente Krankenhäuser“ im Rahmen der DENEX® am 9. Juli 2010 in Wiesbaden im Mittelpunkt. Das Kongressprogramm für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie Freikarten für die Messe stehen Ihnen ab sofort zur Verfügung.

 

Wenn Sie für ein Krankenhaus tätig sind, das engagiert Energie einspart, lassen Sie sich auszeichnen! Mit dem BUND-Gütesiegel zeigen Sie anderen Ihren Erfolg und motivieren zum intelligenten Wirtschaften.

 

Es grüßt Sie herzlich aus Berlin

Annegret Dickhoff

 

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Inhalt:

1. Zwei Kliniken in NRW tragen weiter das BUND-Gütesiegel

2. Neue Schirmherrin im Projekt

3. Kongressprogramm und -anmeldung sowie separate Messe-Freikarten für DENEX®

4. Energie-Mythen aufgespürt

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1. Zwei Kliniken in NRW tragen weiter das BUND-Gütesiegel

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Am 19. sowie 20. Mai 2010 erhielten die LVR-Klinik Bonn und das Evangelische Krankenhaus BETHESDA in Mönchengladbach erneut die Auszeichnung „Energie sparendes Krankenhaus“. Beide Krankenhäuser haben ihre technischen Anlagen weiter optimiert und damit zusätzlich zu den bisherigen Einsparungen von 3.817 Tonnen (LVR-Klinik Bonn) sowie 1.800 Tonnen Kohlendioxid (Bethesda) ihren Verbrauch um weitere 617 bzw. 213 Tonnen CO2 reduziert. Das entspricht einer Senkung um 9 Prozent (Bonn) und 6,4 Prozent (Bethesda) gegenüber dem Jahr 2003. Damit sparen die Krankenhäuser 310.000,- Euro bzw. 280.000.- Euro jährlich bei den Energiekosten.

Beide Häuser finanzieren die Maßnahmen über Energiesparpartnerschaften, die nach zehn Jahren um Energielieferverträge ergänzt wurden.

 

In der LVR-Klinik Bonn investierte die Firma Imtech in eine neue Energiezentrale, die sich nun in räumlicher Nähe zu den Verbrauchsschwerpunkten befindet. Wärme, Strom und Kälte liefert die neue Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Eine Gebäudeleittechnik wurde eingeführt und anschließend weiter ausgebaut. Die permanente Überprüfung des Warmwasser- und des Heizungsnetzes sind wesentliche Bestandteile des eingeführten Energiemanagements. Zusätzlich installierte die Klinik in Bonn eine Photovoltaikanlage mit 30 kWp, die bereits 2009 einen Stromertrag von 26.400 kWh erbrachte.

 

Im BETHESDA Mönchengladbach modernisierte und optimierte HOCHTIEF die Technik für die Wärmeerzeugung, erneuerte Heizkessel und baute moderne Umwälzpumpen ein. Weiter wurde die OP-Klimaanlage neu installiert und mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Neben der energiesparenden Beleuchtungstechnik zum Beispiel bei OP-Leuchten mit LED lag ein Augenmerk auf der Verbesserung der Warmwassererzeugung mit Wärmetauschern und bedarfsgerechten Pumpen. Das Energiemanagement verfügt über eine Gebäudeleittechnik und ermöglicht zum Beispiel, die teuren Stromspitzen zu vermeiden.

Weitere Informationen unter www.energiesparendes-krankenhaus.de

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2. Neue Schirmherrin im Projekt

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Katherina Reiche (MdB), amtierende parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat die Schirmherrschaft für das BUND-Gütesiegel übernommen und führt damit eine Tradition im Projekt fort. Frau Reiche beschreibt in Ihrem Grußwort auf der Projektinternetseite, wie wichtig die ausgezeichneten Krankenhäuser in ihrem Vorhaben genommen werden und sieht deren Vorbildfunktion im Klimaschutz.

Das Grußwort findet sich unter >Schirmherrin< auf www.energiesparendes-krankenhaus.de

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3. Kongressprogramm und -anmeldung sowie separate Messe-Freikarten für DENEX®

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Am Freitag, 9. Juli 2010 findet in Wiesbaden für alle Akteure in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen die DENEX® mit Fachmesse und Fachkongress statt. Beim 2. Kongress für Energie und Energieeffizienz erwartet Sie ein interessantes Programm. Als Kongresspartner haben wir für Sie Praxisbeispiele zu Kraft-Wärme-Kopplung, Mitarbeitermotivation und erfolgreiche Contracting- Beispiele zusammengestellt und mit drei weiteren Spezialthemen ergänzt.

Das Programm sowie die Anmeldeformular finden Sie unter www.denex.info/krankenhaus.html

 

Für Besucher, die ausschließlich die Fachmesse besuchen möchten, stellen wir Ihnen 20 Freikarten zur Verfügung. Dazu rufen Sie den folgenden Link auf oder schicken mir eine E-Mail. eregistrator.hu/registration.php

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4. Energie-Mythen aufgespürt

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Zum Schluss des Newsletters möchte ich zum Thema „Richtige Zimmertemperaturmessung“ einen Hinweis der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik aufgreifen.

 

MYTHOS: „Mit Hilfe eines Temperaturfühlers wird die Zimmertemperatur immer optimal eingestellt.“

 

ENERGIESPAR-TIPP:

Die Wärme in Gebäuden wird häufig nicht richtig gemessen und erfasst. So verfälscht unter anderem die Position des Temperaturfühlers die für den Raum notwendige Temperatur. Die Höhe von 1,50 m ist optimal. Eine dauerhafte Verschattung ist notwendig, d.h., der Fühler darf direkter Sonneneinstrahlung egal über welche Zeitspanne nicht ausgesetzt sein. Ist der Fühler über der Wärmequelle oder neben einem Fenster (Zugluft) installiert, beeinflusst dies die Messung ebenfalls. Das Fühlergehäuse sollte nicht gestrichen werden. Ist dies doch vorgesehen, wirkt sich dunkle Farbe mehr aus als weiß.

Die zahlreich zu findenden Fehler können bei der Planung oder bei der Ausführung liegen.

Neueste Erkenntnisse und Veröffentlichungen zur thermischen Behaglichkeit und zum Komfort in Räumen sind in der seit 2009 überarbeiteten VDI-Richtlinie 3512 Blatt 1 bis 4 berücksichtigt. Sie enthalten:

Blatt 1: Grundlagen

Blatt 2: Temperaturfühler, Temperatursensoren und ihre messtechnischen Parameter

Blatt 3: Montage von Temperaturfühlern

Blatt 4: Prüfung von Temperaturfühlern.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.vdi.de/richtlinien.

Als Ansprechpartner steht Ihnen Dipl-Ing. Dieter Westerkamp zur Verfügung.

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Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 – 0

Fax: (030) 78 79 00 -28

E-Mail: presse@bund-berlin.de

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bitte eine E-Mail an: dickhoff@bund-berlin.de

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