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Newsletter Ausgabe 1/2010

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

auf internationaler Ebene ist letzten Dezember in Kopenhagen keine Einigung für eine weitere Klimaschutzvereinbarung als Nachfolge des Kyotoprotokolls erzielt worden. Die lokalen Akteure erkennen jedoch, dass Energieeinsparungen nicht nur aus ökologischer, sondern auch dringend aus ökonomischer Sicht notwendig sind. Ein Warten auf große politische Entscheidungen bringt wenig für die Gesellschaft und den Klimaschutz, wenn das Ergebnis mehr aus Schau als aus Taten besteht.

 

Die Krankenhäuser meistern die Herausforderung zur Energieeinsparung und suchen nach eigenen Lösungen. Hervorzuheben sind zwei weitere Kliniken, die seit letztem Jahr mit ihren Energieeinsparungen die hohen Kriterien des BUND-Gütesiegels erfüllen. Diese und weitere Best-practice-Beispiele finden Sie auf unserer Projekt-Internetseite www.energiesparendes-krankenhaus.de.

 

Wenn Sie Praxisbeispiele zu "Energieeffizienz im Krankenhaus" einem breiten Fachpublikum präsentieren möchten, senden Sie Ihr Thema für einen Vortrag auf dem Klinikkongress der DENEX®, Fachmesse und Kongress zum ökologischen Bauen und Sanieren, am 9. Juli 2010 an dickhoff@bund-berlin.de. Wir stellen aus den Einsendungen eine Auswahl an spannenden Vorträgen zusammen.

 

Außerdem bieten wir Unternehmen, vom Renommee des BUND-Projekts zu profitieren, indem sie als Sponsor beim BUND-Netzwerktreffen im Herbst 2010 auftreten. Nutzen Sie diese Gelegenheit und nehmen Sie diesbezüglich ebenfalls Kontakt zu uns auf.

 

Ich freue mich über Ihr Interesse und verbleibe mit

freundlich-winterlichen Grüßen aus Berlin

Annegret Dickhoff

 

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Inhalt:

1. Vorschläge für Referate zum Klinikkongress der DENEX® 2010 in Wiesbaden

2. Angebot für Sponsoring zum BUND-Netzwerktreffen im Herbst 2010 in Berlin

3. Sechs Kliniken erhalten und behalten BUND-Gütesiegel

4. Energie-Ausweis in Krankenhäusern

5. Energie-Mythen aufgespürt

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1. Vorschläge für Referate zum Klinikkongress der DENEX® 2010 in Wiesbaden

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Präsentieren Sie Ihr Praxisbeispiel zu Energieeinsparungen im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen beim Krankenhauskongress der DENEX®, Fachmesse und Kongress für dezentrale Energiesysteme und energieeffizientes Bauen und Sanieren in Wiesbaden. Insgesamt werden 400 Fachbesucher erwartet, von denen 100 Akteure aus dem Gesundheitswesen sein werden.

Als Experte einer Firma, aus der Politik oder auch als Interessensvertreter reichen Sie Ihr Thema bei uns ein. Wir treffen eine Auswahl für den Krankenhauskongress, der am Freitag, 9. Juli 2010 stattfindet.

Ihren Vorschlag senden Sie bitte an: dickhoff@bund-berlin.de

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2. Angebot für Sponsoring zum BUND-Netzwerktreffen im Herbst 2010 in Berlin

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Nutzen Sie die Chance, Ihr Unternehmen auf der diesjährigen Veranstaltung für die BUND-Gütesiegel-Netzwerkpartner optimal zu platzieren. Profitieren Sie von den Kontakten des BUND-Gütesiegels an über 600 Krankenhausakteure und werden Sie Sponsor der Tagung im Herbst 2010.

 

Als Sponsor setzen wir Ihr Firmenlogo auf die Einladung zur Netzwerkveranstaltung sowie auf unsere Internetseite www.energiesparendes-krankenhaus.de.

Wir nennen Ihr Unternehmen bei Pressemitteilungen und Berichten zur Tagung und stellen Ihnen das BUND-Gütesiegel-Logo für Veranstaltungshinweise auf Ihrer eigenen Firmeninternetseite zur Verfügung.

Wir überlassen Ihnen kostenlos einen Ausstellungsplatz für Ihren Unternehmensstand inklusive Freikarten für Ihre Beschäftigten.

Ihren Unternehmenspartnern bieten wir die Teilnahme zu reduzierten Gebühren an.

Als Sponsor übernehmen Sie die Finanzierung für das Tagungsbuffet, die Veranstaltungsräume sowie die –technik.

 

Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer von Krankenhäusern, technische Leiter, Facility Manager, Energieberater sowie Planer und andere. Die inhaltliche Organisation der Fachvorträge, Exkursion und Abendveranstaltung übernimmt der BUND.

Weitere Informationen über: dickhoff@bund-berlin.de

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3. Sechs Kliniken erhalten und behalten BUND-Gütesiegel

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Zwei weitere Krankenhäuser konnten sich erstmalig für ihr besonderes Engagement beim Energiesparen mit dem BUND-Gütesiegel ehren lassen. Vier Kliniken erhielten nach fünf Jahren Gütesiegelzeitraum erneut die sehr geschätzte Auszeichnung. Insgesamt sparen die sechs Kliniken jährlich 2.820 Tonnen Kohlendioxid für den Klimaschutz ein.

 

Erfolgreich bei einer Erstauszeichnung waren die Stadtklinik Frankenthal in Rheinland-Pfalz sowie das Kreiskrankenhaus Lörrach in Baden-Württemberg. Beide Kliniken senkten die Umweltbelastungen um mehr als 25% Kohlendioxid in den letzten fünf Jahren. Möglich wurden diese Leistungen durch zahlreiche technische Modernisierungen, die Optimierungen der Anlagen, ein installiertes Energiemanagementsystem und das Engagement der Beteiligten.

 

Die STADTKLINIK FRANKENTHAL als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit somatischen Kliniken sowie einer Fachabteilung für Psychiatrie und insgesamt 295 Betten hat umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Einige Beispiele sind die Modernisierung der Heiztechnik mit dem Einbau eines thermisch geführten BHKW mit 341 kW thermischer und 227 kW elektrischer Leistung. Die Lüftungstechnik wurde erneuert und optimiert. Die Wärmerückgewinnungsanlagen haben nun eine Rückgewinnungsleistung von 80% inklusive adiabatischer Rückkühlung bei mehr als 100.000 m³/h Abluft. Bei der Beleuchtung wurden schrittweise Downlights installiert, und damit eine Senkung der Leistung von 2x58 Watt auf nur 2x18 Watt erreicht. Schnellstart-Energiesparleuchtmittel mit einer Leistung von 11 Watt kommen ebenfalls zum Einsatz. Die Gebäudeleittechnik ermöglicht den Zugriff und die Überwachung auf alle Steuer- und Regelungskomponenten.

 

Das neu prämierte KREISKRANKENHAUS LÖRRACH ist ebenfalls ein Krankenhaus der Regelversorgung und verfügt über 282 Betten. Die Klinik setzt auf die Nutzung Erneuerbarer Energie bei der Strom- und bei der Wärmeerzeugung.

Für die Holzhackschnitzel-Kesselanlage mit einer Leistung von 1 MW werden heimische Hölzer genutzt. Zusätzlich sorgt ein neuer Gas-Spitzenkessels von 2,3 MW für die Wärmeversorgung. Die Steuerung der Heizungsanlage erfolgt über die Gebäudeleittechnik. Die 166 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 29 kWp brachte im Jahr 2008 bereits 22,3 MWh Strom.

Die vier Gebäude werden sukzessive saniert, gedämmt und mit modernen Isolierfenstern ausgestattet. Bewegungsmelder auf Fluren und im Wirtschaftsbereich sparen ebenso Strom wie die neuen hocheffizienten Leuchtstoffröhren (T14-Leuchten).

Die Anpassung des überdimensionierten Warmwasserleitungs-Zirkulationsnetzes durch eine dezentrale Warmwassererzeugung brachte zusätzliche energetische Gewinne.

 

Wiederholt mit dem BUND-Gütesiegel ausgezeichnet wurden die KLINIK BOSSE WITTENBERG in Sachsen-Anhalt sowie die Berliner Einrichtungen EVANGELISCHE ELISABETH KLINIK, EVANGELISCHES KRANKENHAUS KÖNIGIN ELISABETH HERZBERGE und ST. JOSEPH-KRANKENHAUS Berlin-Weißensee. Alle vier Einrichtungen hatten nachgewiesen, ihren Energieverbrauch weiter kontinuierlich reduziert zu haben. Die Krankenhäuser stehen unter konfessioneller Trägerschaft, deren Ziel es ist, sparsam mit Ressourcen der Erde umzugehen. Drei der vier Häuser setzen auf erneuerbare Energie für die Strom- oder Warmwasserproduktion.

 

Weitere Informationen unter >Ausgezeichnete Krankenhäuser< auf: www.energiesparendes-krankenhaus.de

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4. Energie-Ausweis in Krankenhäusern

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Seit 1. Juli 2009 ist der Energieausweis nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) für alle Nichtwohngebäude mit mehr als 1.000 Quadratmeter Nutzfläche Pflicht. Krankenhäuser gelten als Gebäude, in denen Menschen öffentliche Dienstleistungen erbringen und die deshalb von diesen Menschen häufig aufgesucht werden. Für diese Gebäude muss ein Energieausweis ausgestellt werden.

 

In Berlin sind nach einer Prüfung des BUND öffentliche Schulen, Rathäuser und Kindergärten noch weit vom Ziel entfernt, die energetischen Eigenschaften von Gebäuden transparent und vergleichbar zu machen. Energieausweise sind häufig nicht wie vorgeschrieben der Öffentlichkeit durch einen Aushang an einer gut sichtbaren Stelle zugänglich. Auf Anfrage oder im Internet waren die Energieausweise einiger Nichtwohngebäude ermittelbar.

Beachten Sie, dass Ordnungsstrafen drohen, wenn ein Energieausweis nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig zugänglich gemacht wird.

 

Neben dem Aufruf zum Aushang der Energieausweise gilt unser Interesse den Fragen zur Qualität der Gebäudehülle. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Energieausweis für Ihr Krankenhaus gemacht? Wie sehen die bestehenden Defizite bei den energetischen Eigenschaften Ihrer Gebäude und das Modernisierungspotenzial aus?

Gerne stehen wir für einen Austausch zur Verfügung.

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5. Energie-Mythen aufgespürt

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Zum Schluss des Newsletters möchten wir wieder auf die große Herausforderung eingehen, die mit der Motivation der Beschäftigten im Unternehmen verbunden sit, wenn Energie eingespart werden soll.

Im Folgenden erhalten Sie einen Energiespar-Tipp für Rechenzentren von Thomas Leitert. Er ist Geschäftsführer der TimeKontor AG in Berlin, die auf der Internetseite www.greenit-bb.de ein Benchmarking für das eigene Rechenzentrum z.B. im Krankenhaus anbietet.

 

MYTHOS: „Rechenzentren brauchen arktische Temperaturen, damit die Hardware nicht geschädigt und ein Betriebsausfall vermieden wird."

ENERGIESPAR-TIPP:

25°C bis 26°C für die Eingangstemperatur (Kaltluft) und bis zu 32°C Ausgangstemperatur (Abwärme) sind heutigen Erkenntnissen zufolge akzeptable Werte für einen optimalen Betrieb im Rechenzentrum.

Auf spezifische konstruktive Maßnahmen wie Kalt- und Warmgänge kann bei diesen Temperaturen verzichtet werden.

Die richtige Auslegung der zulässigen Temperaturbereiche im Rechenzentrum durch eine bedarfsgerechte Luftkühlung schafft eine Optimierung zwischen der Lebensdauer und den laufenden Kosten. Eine Erhöhung der Raumtemperatur von z.B. 15°C auf 20°C kann eine Energieersparnis von bis zu 25 Prozent bedeuten.

 

Weitere kostenlose Informationen zur Energieeffizienz in Rechenzentren finden Sie unter:

www.bitkom.org/de/publikationen/38337_53432.aspx

oder von der Deutschen Energie-Agentur DENA

www.energieeffizienz-im-service.de/rechenzentren.html

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Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 – 0

Fax: (030) 78 79 00 -18

E-Mail: presse@bund-berlin.de

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bitte eine E-Mail an: dickhoff@bund-berlin.de

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