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Newsletter Ausgabe 1/2009

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

wir alle arbeiten an unserer Zukunft. Das Europaparlament hat in diesem Februar eine Empfehlung zum Klimaschutz ausgegeben: „2050 – Die Zukunft beginnt heute“. Aufgrund der unerwartet schnellen Entwicklung des Klimawandels ist es unausweichlich, dass die Belastung durch Treibhausgase weiter stark sinken muss. Zahlen wie eine Reduzierung um 80% bis zum Jahr 2050 wurden genannt.

Nun ist uns allen klar, dass dies nur möglich ist, wenn jeder in Europa, jeder in Deutschland, wirklich jeder an diesem Prozess beteiligt wird. Deshalb ist es umso wichtiger, Ideen zu entwickeln und jede Umsetzung auch vor dem Hintergrund des Klimawandels zu betrachten.

 

Im ersten Quartal des Jahres zeigte sich wieder, wie groß die Anzahl der Engagierten im Klimaschutz ist. Zum Kongress zur Kampagne >KLINERGIE 2020< kamen erfreulicherweise viele Teilnehmer und beteiligten sich stark bei den Diskussionen. Bei der Verleihung des BUND-Gütesiegels „Energie sparendes Krankenhaus“ an das Berliner Vivantes Klinikum Neukölln wurde deutlich, was einzelne Personen trotz der Größe eines Unternehmens gemeinsam bewirken können.

 

Um das Bewusstsein zu schärfen und neue Ideen zu entwickeln, bieten sich in diesem Jahr mindestens zwei weitere Anlässe: die DENEX® im Juli 2009 in Wiesbaden und das BUND-Netzwerktreffen im September in Berlin.

 

Die Krankenhäuser erhalten derzeit Gelder für Investitionen aus dem Konjunkturpaket II. Die Finanzierung verteilt sich vor allem auf Medizintechnik (40%), EDV und Software sowie Baumaßnahmen (jeweils 20%). Es gilt auch für diese Investitionen, dass es klug ist, die Lebenszykluskosten zu berücksichtigen, die z. B. ein energiesparenderes Medizinprodukt oder eine wärmegedämmte Außenwand gegenüber einem kurzzeitig preiswerteren Produkt mit sich bringt.

 

Ich wünsche Ihnen klimapositive Entscheidungen, einen wetterseitig ausgewogenen Frühling und freue mich, Sie in Berlin und Wiesbaden zu treffen.

Mit herzlichen Grüßen

Annegret Dickhoff

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Inhalt:

1. Vivantes Klinikum Neukölln erhält BUND-Gütesiegel

2. Kongress in Freiburg zur Informationskampagne >KLINERGIE 2020<

3. BUND-Netzwerktreffen am 15. September 09: Vorschläge zu Sponsoren und Themen

4. Anmeldungen für DENEX® in Wiesbaden

5. Ökostrom bringt Sie näher ans Gütesiegel - jetzt auch ganz nah in Berlin

6. Energie-Mythen aufgespürt

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1. Vivantes Klinikum Neukölln erhält BUND-Gütesiegel

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Am 19. März 2009 hat das Berliner Klinikum Neukölln als bisher größte Klinik und bundesweit 26. Einrichtung die Auszeichnung als ein energiesparendes Krankenhaus erhalten. Die Klinik mit fast 1100 Betten hat seit 2003 vor allem gering-investive technische Veränderungen zur Optimierung ihres Energieverbrauchs vorgenommen. Engagierte technische Mitarbeiter, die den Bedarf des Klinikums mit zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden und einem energieintensiven Neubau aus den 1980er Jahren kritisch prüften, machten dies möglich. Auch die Zusammenarbeit mit dem Ideenmanagement zeigte viele Einsparpotenziale auf.

Das Ergebnis brachte 30 Prozent weniger Kohlendioxidausstoß und eine zusätzliche Einsparung an Energiekosten von jährlich über 2,1 Millionen Euro.

So konnte der Stromverbrauch um 38.000 Megawattstunden gesenkt werden. Dies entspricht der jährlichen Strommenge von 15.000 Berliner Singlehaushalten bzw. den zwölf Vivantes Pflegeeinrichtungen. Der Wasserverbrauch sank um 18 Prozent. Mit den eingesparten 47.000 m³ können über 1.000 Berliner ein Jahr lang mit Trinkwasser versorgt werden.

Ein umfangreiches Maßnahmenbündel führte zu diesen Ergebnissen: So optimierten die Techniker die Auslastung und Nutzungszeiten der Versorgungsanlagen. Außerdem investierte Vivantes in die Gebäudeleittechnik und in die Beleuchtungstechnik.

 

Weitere Informationen:

Detlef Söchting, Projektleiter Energiemanagement

Tel. 030 / 130 11 5104 E-Mail: detlef.soechting@vivantes.de

www.energiesparendeskrankenhaus.de

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2. Kongress in Freiburg zur Informationskampagne >KLINERGIE 2020<

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Die Kampagne >KLINERGIE 2020< der Stiftung viamedica hat zum Ziel, über Energieeffizienz in Krankenhäusern zu informieren. Auf dem Kongress am 25./26. März 09 beteiligten sich über einhundert Teilnehmer und Teilnehmerinnen rege am Austausch zu Möglichkeiten und Notwendigkeiten bei der Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen in Kliniken. Das BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ stellte sich in einem Vortrag vor und präsentierte auf zahlreichen Postern die ausgezeichneten Krankenhäuser.

 

Weitere Informationen:

www.klinergie.de/veranstaltungen/kongress-klinergie-2020-252632009/

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3. BUND-Netzwerktreffen am 15. September 09: Vorschläge zu Sponsoren und Themen

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Die Tradition des BUND-Netzwerktreffens in Berlin wird im Frühherbst fortgesetzt. Der Termin steht mit Dienstag, 15. September 2009 fest. Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer, technische Leiter, Facility Manager, Energieberater und Planer im Krankenhaus.

Wir bieten Ihnen als Netzwerkpartner an, sich bei dem Treffen einzubringen. Einige Vortragsthemen sind bereits für die Veranstaltung ausgewählt. Trotzdem können Sie mir gerne weitere Wünsche oder Vorschläge mitteilen.

Sind Sie an einem Sponsoring für die Veranstaltung interessiert? Wir suchen einen Sponsor, der ähnlich wie im letzten Jahr das Treffen unterstützt. Wir freuen uns, wenn Sie Interesse haben, Ihr Unternehmen zu präsentieren und sich bewerben.

Oder möchten Sie als Aussteller an der Veranstaltung teilnehmen? Dann haben Sie dazu ebenfalls die Möglichkeit.

 

Bitte senden Sie mir Ihre Vorschläge zu Themen, Sponsoring oder Ausstellung

bis zum 15. Mai 2009 an:

E-Mail: dickhoff@bund-berlin.de

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4. Anmeldungen für DENEX® in Wiesbaden

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Am 3. Juli 2009 findet in Wiesbaden der „Kongress für Dezentrale Energien und Energieeffizienz – Fokus Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen“ statt. Der BUND e.V. ist dabei Kongresspartner der DENEX®, Fachmesse und Kongress für Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizientes Bauen und Sanieren.

Besonders interessant ist die Veranstaltung aufgrund ihrer vielen Praxisbeispiele, sowohl von Krankenhäusern mit BUND-Gütesiegel als auch von solchen, die im Prozess zur Auszeichnung sind. Außerdem bietet sie aufgrund der Wahl des Veranstaltungsortes Wiesbaden vielen Teilnehmern einen relativ kurzen Anfahrtsweg.

 

Das Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie unter www.klinergie.de/fileadmin/user_upload/pdf/DEN09-Fokus-Krankenhaeuser-4c.pdf

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5. Ökostrom bringt Klinik näher ans Gütesiegel - jetzt auch ganz nah in Berlin

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Wussten Sie, dass Ihrer Klinik die Umstellung auf Ökostrom deutliche Prozente bei der Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes bringt? Sollten Sie also gerade auf dem Weg sein, Ihren Vertrag mit Ihrem Energielieferanten zu überarbeiten und gleichzeitig energieeffiziente Maßnahmen in Ihrer Klinik umsetzen, so erreichen Sie die BUND-Kriterien leichter, wenn Sie auf Ökostrom setzen.

Das Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe hat in seiner Ausschreibung grünen Strom gefordert und bezieht seit 2002 zertifizierten Ökostrom. Die Klinik trägt seit 2007 das BUND-Gütesiegel.

In Berlin läuft gerade die Ausschreibung für den Strombezug für öffentliche Liegenschaften wie Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäuser. Der BUND Berlin e.V. forderte im Vorfeld die Einhaltung der Beschlüsse des Abgeordnetenhauses, die ein Drittel der ökologischen Kriterien bei der Vergabe des Stromliefervertrages vorsehen.

 

Spannend ist, ob in den nächsten Tagen diese Forderung erfüllt wird. Wird ab dem Jahr 2010 an 6000 Nicht-Wohngebäuden der öffentlichen Liegenschaften 925 Gigawatt Ökostrom geliefert, entlastet dies die Berliner Luft um ca. 400.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Und gleichzeitig würden die öffentlichen Berliner Krankenhäuser einen Schritt weiter vorankommen in Richtung BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“.

 

Sollte Ihr Krankenhaus selbst über den Strombezug von Ökostrom entscheiden können, empfehlen wir vom BUND Ihnen, auf bestimmte Kriterien beim Wechsel wie z.B. das Zertifikat des Anbieters zu achten.

 

Weitere Informationen: www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/aktiv_werden/besser_leben_strom_wechseln.pdf

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6. Energie-Mythen aufgespürt

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Es ist eine Herausforderung, die Mitarbeiter/-innen in Unternehmen zum sinnvollen Umgang mit Energie zu motivieren. Häufig ist es gerade in Kliniken sinnvoll, diese Aufgabe an Profis abzugeben. Im Folgenden erhalten Sie einen Energiespar-Tipp von Matthias Krümmel, der beim BUND Berlin e.V. als Dozent im Projekt >Berliner Energiecheck< tätig ist.

 

MYTHOS: „Energiesparlampen verbrauchen viel Strom beim Einschalten und gehen schneller kaputt, wenn sie zu oft ein- und ausgeschaltet werden."

ENERGIESPAR-TIPP:

Kräftig sparen kann, wer Energiesparlampen anstelle von herkömmlichen Glühbirnen einbaut. Auch der Wechsel zu energiesparenderen Leuchten anstelle von herkömmlichen Leuchtstoffröhren sowie der Einbau von elektrischen Vorschaltgeräten sind für den Geldbeutel und das Klima sinnvoll.

Jede Leuchte benötigt Anschaltstrom. Dieser erhöhte Strombedarf wird üblicherweise für 0,3 bis 0,5 Sekunden nach Einschalten nötig. Die 11 Watt-Energiesparlampe verbraucht in dieser kurzen Zeit 60 Watt. Eine 60 Watt-Glühbirne benötigt 120 Watt. Je länger die Zeit für den Anschaltstrom beträgt, desto größer ist die Lebensdauer der Energiesparleuchte. Nach Angaben der Hersteller sind dies 15.000 bis 25.000 Nutzungsstunden.

Energiesparlampen können Sie wie normale Lampen benutzen. Nur spart dies Strom, Geld und Treibhausgase.

 

Weitere Informationen unter: www.energieimpuls.de

und www.berliner-energiecheck.de

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Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 – 0

Fax: (030) 78 79 00 -18

E-Mail: presse@bund-berlin.de

 

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an:

Annegret Dickhoff

E-Mail: annegret.dickhoff@bund-berlin.de

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