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Newsletterarchiv


Newsletter Ausgabe 1/2006

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

der Energieverbrauch in der Europäischen Union kann ohne Einschränkung

des Komforts und des Lebensstandards um 30 Prozent gesenkt werden.

Dies hat das Europäische Parlament Ende letzten Jahres in einem

Bericht zur EU-Richtlinie "Endenergieeffizienz und

Energiedienstleistungen" festgestellt.

Sie alle wissen das bereits. Denn Sie haben sich entschieden,

bewusster mit dem Thema Energie umzugehen. Und immer mehr

Krankenhäuser schließen sich dieser Einstellung an. Allein zu Beginn

dieses Jahres werden drei weitere Gütesiegel vergeben. Unser

Glückwunsch geht an sie und alle, die sich weiterhin so engagiert für

den Klimaschutz einsetzen.

Wie gewohnt haben wir in diesem Newsletter Meldungen, Veranstaltungen

und Publikationen zusammengestellt, die uns aufgefallen sind. Wir

freuen uns auch weiterhin über Ihre Anregungen.

 

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Mechthild Zumbusch

 

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Inhalt:

1.      BUND-Gütesiegel an das Marienhospital in Gelsenkirchen

        verliehen

2.      Aktuelle Werte - das BUND-Gütesiegel Einsparbarometer

3.      BUND-Gütesiegel für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz,

        Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

4.      Erneuerbare Energien vor Kernkraft

5.      Strompreise: Tarifübersicht für NRW im Internet

6.      Tipps für das Energiemanagement

7.      Veranstaltungshinweise

8.      Publikation

 

 

 

 

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1.      BUND-Gütesiegel für das Marienhospital Gelsenkirchen verliehen

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Das Marienhospital in Gelsenkirchen erhielt am 17. Januar 2006 das

Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus" des Bundes für Umwelt und

Naturschutz Deutschland (BUND). Grund für die Auszeichnung sind unter

anderem Einsparungen von über 5.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Jahr.

Das entspricht der Menge an CO2, die rund 150 Haushalte (Strom und

Wärme) pro Jahr produzieren.

Über vier Millionen Euro kostete die neue Strom- und Wärmeversorgung

des Marienhospitals. Eine Investition, die sich schon bald bezahlt

machen wird: Die prognostizierte Einsparung beträgt jährlich 500.000

Euro an Energiekosten. Kernstück der neuen Energieversorgung, die von

dem auf Energietechnik spezialisierten Gelsenkirchener Planungsbüro

Graw betreut wird, bilden zwei hocheffiziente Blockheizkraftwerke und

Spitzenlastkessel. Durch die konsequente Nutzung der Wärme, die bei

der hauseigenen Stromproduktion entsteht, deckt das Krankenhaus 80

Prozent seines Wärmebedarfs ab. Vor den Umbauten hatte das

Marienhospital die Arbeitsräume und Patientenzimmer ausschließlich

über Nachtspeicheröfen beheizt.

Krankenhäuser in Deutschland verbrauchen ein Prozent des gesamten

Strombedarfs. Mit dem Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus"

zeichnet der BUND seit 2001 Einrichtungen aus, die sich

überdurchschnittlich für eine effiziente Nutzung von Energie

einsetzen, Energie einsparen und damit einen wesentlichen Beitrag zum

Klimaschutz leisten.

Weitere Informationen und Bilder zu der Verleihung finden Sie unter

http://www.energiesparendes-krankenhaus.de.

 

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2.      Aktuelle Werte - das BUND Gütesiegel Einsparbarometer

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Unser BUND-Gütesiegel Einsparbarometer zeigt Ihnen die Einsparerfolge

der von uns ausgezeichneten Krankenhäuser aktuell an.

Im Januar 2006 tragen 17 Krankenhäuser deutschlandweit das

BUND-Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus". Jährlich weisen die

ausgezeichneten Häuser gemeinsam folgende Bilanz auf:

Energieeinsparung ungefähr: 54.000 MWh

Vermeidung an Kohlendioxidemissionen: 23.200 Tonnen

Dies entspricht dem jährlichen Ausstoß von 723 Durchschnittshaushalten

in Deutschland.

Die eingesparten jährlichen Energiekosten entsprechen ca. 2.350 000

Euro.

Helfen Sie mit, diese Werte weiter ansteigen zu lassen!

 

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3.      BUND-Gütesiegel für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz,

        Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

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Gleich drei weitere Krankenhäuser erhalten nach dem Marienhospital in

Gelsenkirchen in den nächsten Monaten das BUND-Gütesiegel "Energie

sparendes Krankenhaus": Das Vinzenz von Paul Hospital in Rottweil, das

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder im rheinland-pfälzischen Saffig

und die Westfälische Klinik in Lippstadt. Damit werden erstmals

Krankenhäuser in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit dem

BUND-Gütesiegel ausgezeichnet.

Hierzu in Kürze mehr unter http://www.energiesparendes-krankenhaus.de

 

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4.      Erneuerbare Energien vor Kernkraft

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Die Produktion von Energie aus Wind, Wasserkraft, Sonne, Bioenergie

und Erdwärme lag im ersten Halbjahr 2005 bei 6,4 Prozent des

Gesamtbedarfs an Energie - und damit erstmals vor der Kernenergie.

Diese liegt seit mehreren Jahren bei rund sechs Prozent. Das geht aus

Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hervor.

Nach Angaben des Verbandes stieg auch die Zahl der Arbeitsplätze in

diesem Bereich: von 130.000 in

2004 auf 150.000 im ersten Halbjahr 2005.

Laut Statistischem Bundesamt stammen neun Prozent des in Deutschland

erzeugten Stromes aus erneuerbaren Energieträgern wie Sonne, Wind,

Wasserkraft und Biomasse. Im Jahr 2003 wurden danach 46,7 Milliarden

Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt. An der

Spitze liegt dabei der Strom aus Wasserkraft mit 48 Prozent, gefolgt

von Strom aus Windkraft mit 39 Prozent und Strom aus Biomasse mit elf

Prozent. Mehr als die Hälfte des "Ökostroms" produzierten

Privatpersonen, knapp 45 Prozent speisten Anlagen von

Energieversorgungsunternehmen in das öffentliche Netz ein, fünf

Prozent kamen von

Industriekraftwerken.

Weitere Informationen unter http://www.bee-ev.de/presse.php?pr=596

 

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5.      Strompreise: Tarifübersicht für NRW im Internet

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Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium hat sich

vorgenommen, die Strompreise aller Energieanbieter in NRW transparent

zu machen. Aus diesem Grund gibt es jetzt im Internet eine Übersicht,

in der alle Anbieter mit den von ihnen beantragten und den genehmigten

Tarifanhebungen verzeichnet sind. Veröffentlicht sind auch diejenigen

Unternehmen, die in diesem Jahr auf eine Preiserhöhung verzichtet

haben.

Das Beispiel Nordrhein-Westfalens sollte auch in den anderen

Bundesländern Schule machen.

Die vollständige Liste gibt es im Internet unter

http://www.mwme.nrw.de

 

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6.      Tipps für das Energiemanagement

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Die Palette dessen, was getan werden kann, um den Energieverbrauch im

täglichen Leben zu verringern, ist riesig. Tipps für sinnvolles

Energiemanagement finden sich auf der Seite

http://www.energyoffice.org des Berliner ImpulsE-Programms. Dort

erfahren Sie beispielsweise, dass manche Espresso-Maschinen so viel

Strom verbrauchen wir Kühlschränke oder Waschmaschinen. 80 Prozent

dieses Verbrauchs fallen an, wenn das Gerät im Standby-Betrieb

gehalten wird. Wird die Maschine öfter einmal ausgeschaltet, lässt

sich der Energieverbrauch deutlich reduzieren. Auf der Internetseite

gibt es außerdem Vorschläge, wie die Belegschaft mit Info-Heftchen,

Aushängen und Merkzetteln auf das Thema Energie sparen aufmerksam

gemacht werden kann. Darüber hinaus können Checklisten und

Erfassungsbögen herunter geladen werden. Alle Informationen gibt es

auch in Englisch, Französisch, Spanisch und Polnisch.

Weitere Informationen unter http://www.energyoffice.org

 

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7.      Veranstaltungshinweise

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14. bis 16. Februar 2006

E-world energy & water

Veranstalter: ConEnergy AG,

Internationale Messe für Energie- und Wasserwirtschaft, unter anderem

mit den Schwerpunkten Regulierung, Strom, Gas, Energietransport,

Unbundling, Contracting, Metering und Billing, Emissionshandel,

Anlagen- und Kraftwerkstechnik und Wasserwirtschaft

Weitere Informationen unter

http://www.e-world-2006.com/presse/e_news.php?action=show&id=47

 

15. bis 16. Februar 2006

zukunft braucht sicherheit ee06

Veranstalter: Veranstaltet und unterstützt wird die Konferenz von den

Verbänden der erneuerbaren Energien, dem Bundesverband

mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW) und der Informationskampagne

"Deutschland hat unendlich viel Energie".

Veranstaltungsort: Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG in

der Französischen Straße 33 a-c in Berlin-Mitte

Jahreskonferenz Erneuerbare Energie

Weitere Informationen unter: http://www.jahreskonferenz.de/

 

21. bis 25. Februar 2006

bautec 2006

Veranstalter: Messe Berlin

Veranstaltungsort: Berlin, ICC

Internationale Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik; unter dem Dach

der bautec findet unter anderem auch die SolarEnergy, die Weltmesse

für erneuerbare Energien, statt.

Weitere Informationen unter

http://www1.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/www.bautec.com/index_d.html

 

7. bis 11. März 2006

SHK Essen

Veranstalter: Messe Essen

Veranstaltungsort: Messegelände Essen

Fachmesse für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Sonderschauen

zu den Themen erneuerbare Energien und Klimaschutz.

Weiter Informationen unter: http://shk.messe-essen.de

 

30. März 2006

3. Südwestfälischer Energietag 2006

Veranstalter: Fachhochschule Südwestfalen

Veranstaltungsort: Fachhochschule Südwestfalen Meschede

Tagung zu den Themen Erneuerbare Energien, Effizienzsteigerungen und

Kostensenkungen bei der Energieversorgung von öffentlichen

Einrichtungen, in Kommunen, Industrie- und Gewerbebetrieben.

Weitere Informationen unter

http://www.fh-meschede.de/einrichtungen/energietag/2006/index.htm

 

 

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8.      Publikation

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Zeitschrift "Umwelt". Hrsg. Bundesministerium für Umweltschutz,

Naturschutz und Reaktorsicherheit. Berlin. 2006. 12 Hefte. 21,47 Euro.

Monatlich erscheinende Zeitschrift, informiert über die Umweltpolitik

der Bundesregierung; Themen der Ausgabe 1/2006 unter anderem

erneuerbare Energien und Klimakonferenz in Montreal.

Zu bestellen bei Druckservice Klaus Hosemann, Pechsteinstraße 35,

12309 Berlin,

Tel.: (030) 7 44 42 58, Fax: (030) 7 44 05 09 oder unter

http://www.bmu.de

 

 

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Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 - 0

Fax: (030) 78 79 00 -18

E-Mail: presse@bund-berlin.de

 

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Um den BUND-Newsletter zu abonnieren oder abzubestellen, schicken Sie

bitte eine E-mail an: newsletter@bund-berlin.de

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Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an:

Projektleiterin Mechthild Zumbusch

mechthild.zumbusch@bund-berlin.de

BUND Landesverband Berlin e.V.

Crellestr. 35

10827 Berlin

Tel. (030) 78 79 00 - 21

Fax. (030) 78 79 00 - 28

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