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Newsletterarchiv


Newsletter Ausgabe 6/2005

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

der rasante Anstieg des Ölpreises führt inzwischen dazu, dass dem

Thema Energieeffizienz staatlicherseits höchste Priorität eingeräumt

wird. So war zu lesen, dass der schwedische Ministerpräsident Göran

Persson erklärt habe, sein Land solle bis 2020 von fossilen

Brennstoffen unabhängig werden. Unter anderem sollen Besitzer von

Ölheizungen dazu angeregt werden, auf alternative Heizsysteme

umzustellen.

 

Sie alle arbeiten schon lange daran, auf verschiedenste Art und Weise

Energie einzusparen - und wie Sie sehen, ist das längst kein

Nischenthema mehr. Seien Sie stolz auf sich!

Wie gewohnt haben wir in diesem Newsletter Meldungen, Veranstaltungen

und Publikationen zusammengestellt, die uns aufgefallen sind. Wir

freuen uns auch weiterhin über Ihre Anregungen.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Mechthild Zumbusch

 

 

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Inhalt:

1.      Marienhospital Gelsenkirchen erhält BUND-Gütesiegel

2.      Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet mit

        weiterem Anstieg des Ölpreises

3.      Weltrat für Erneuerbare Energien tagt Ende November in Bonn

4.      Haushalts- und Bürogeräte verbrauchen 18 Prozent der Energie

        im Leerlauf

5.      Fördermittel

6.      Veranstaltungen

7.      Publikation

 

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1.      Marienhospital Gelsenkirchen erhält BUND-Gütesiegel

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Das Marienhospital in Gelsenkirchen erhält am 17. Januar 2006 das

BUND-Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus". Seit Oktober 2005

produzieren auf dem Gelände des Hospitals zwei mit Erdgas betriebene

Blockheizkraftwerke und zwei Spitzenlastkessel Strom und Wärme.

 

Das Krankenhaus reduzierte so seine CO2-Emissionen um über 40 Prozent.

Diese Reduktion entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 150

Durchschnittshaushalten in Deutschland. Das Marienhospital hatte

bislang nur Strom als Energieträger genutzt und beispielsweise mit

Nachtspeicheröfen geheizt.

Das Marienhospital ist das fünfte Klinikum in Nordrhein-Westfalen, das

das renommierte BUND-Gütesiegel erhält.

 

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2.      Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet mit

        weiterem Anstieg des Ölpreises

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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet auch in

Zukunft mit keiner Preisberuhigung beim Rohöl. In einem Mitte Oktober

erschienenen Bericht schreibt das DIW, im Extremfall könne der

Rohölpreis bis zum Jahr 2025 auf bis zu 80 US-Dollar pro Barrel

steigen. Mit einer Rückkehr auf das Preisniveau im Durchschnitt der

letzten beiden Jahrzehnte sei nicht so rechnen, so das Institut. Vor

allem weitere Naturkatastrophen und politische Krisen in den Öl

fördernden Staaten könnten das Preisniveau weiter nach oben treiben.

Insgesamt müsse der Ölmarkt transparenter werden. Dadurch könne

übertriebenen Spekulationen an den Ölterminmärkten die Basis entzogen

werden, so das DIW. Es forderte dazu internationale Vereinbarungen

zwischen den Industrieländern und der Organisation Erdöl

exportierender Länder (OPEC). Außerdem dürfe der Gaspreis nicht länger

an den Ölpreis gekoppelt werden, sondern solle sich frei auf dem

Gasmarkt entwickeln können.

Weitere Informationen unter http://www.diw.de

 

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3.      Weltrat für Erneuerbare Energien tagt Ende November in Bonn

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Der Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) ist eine Plattform von

Nicht-Regierungsorganisationen, die sich bereits im vergangenen Jahr

bei der Bonner Regierungskonferenz für Erneuerbare Energien

"Renewables" gebildet hat. Jetzt hat der WCRE eine Weltversammlung für

Erneuerbare Energien (World Renewable Energy Assembly) organisiert,

die derzeit in Bonn stattfindet.

 

Mehrere hundert Teilnehmer und Delegierte aus Politik und Verwaltung,

Wirtschaft und Wissenschaft sowie Entwicklungs- und

Umweltorganisationen wollen bei der Versammlung darüber beraten, wie

Erneuerbare Energien  möglichst schnell und umfassend eingeführt und

eingesetzt werden können. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer

leitet das Treffen. Scheer ist Vorsitzender des Weltrates für

Erneuerbare Energien, Präsident der Europäischen Vereinigung für

Erneuerbare Energien "Eurosolar" und Träger des Alternativen

Nobelpreises.

Weitere Informationen unter http://www.wcre.org

 

 

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4.      Haushalts- und Bürogeräte verbrauchen 18 Milliarden

        Kilowattstunden Strom im Leerlauf

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Haushalts- und Bürogeräte haben im Jahr 2004 in Deutschland 18

Milliarden Kilowattstunden Strom im Standby-Zustand verschleudert. Zu

diesem Schluss kommt eine Studie des Fraunhofer Instituts für System-

und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe im Auftrag des

Bundeswirtschaftsministeriums.

 

Die Menge des verschwendeten Stroms entspricht damit fast der gesamten

Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland und hat einen Wert von

rund 3,5 Milliarden Euro. Bei vielen Geräten aus der

Unterhaltungselektronik liegt der Standby-Anteil am Stromverbrauch

sogar bei über 50 Prozent.

 

Die Forscher forderten, insbesondere bei Geräten wie Computern,

Druckern, Fernsehern, Set-Top-Boxen und Espressomaschinen zu

kennzeichnen, wie viel Watt sie im Schein-Aus-Zustand verbrauchen.

Darüber hinaus schlugen sie vor, dass Hersteller sich freiwillig zu

Mindeststandards verpflichten. Möglich sei auch, den

Schein-Aus-Zustand generell zu verbieten beziehungsweise Produkten,

die ihn verwenden, Kennzeichnungen wie den Energy-Star oder das

EU-Öko-Label abzuerkennen.

 

Weitere Informationen zur Studie gibt es unter http://www.isi.fraunhofer.de

Bis zur Einführung einer Kennzeichnung gibt es daher vor allem eines:

Hängen Sie Ihre Geräte an ausschaltbare Steckerleisten. Wenn Sie nach

Gebrauch den Schalter drücken, unterbrechen Sie garantiert die

Stromzufuhr - und sparen damit eine Menge Energie!

 

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5.      Fördermittel

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Den sparsamen Umgang mit Energie und den Einsatz umweltfreundlicher

Energieträger fördert die  Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit

zinsverbilligten Darlehen. Interessant sind dabei vor allem das

KfW-Umweltprogramm und das Programm zur Förderung erneuerbarer

Energien. Welche Einrichtung in welcher Rechtsform Anträge stellen

kann und wie die aktuellen Förderrichtlinien aussehen, erfahren Sie

hier:

 

Umweltprogramm:

http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Umweltschutz/KfW-Umwelt44/index.jsp

 

Programm zur Förderung erneuerbarer Energien:

http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Umweltschutz/Erneuerbar17/index.jsp

 

Weitere Informationen gibt es außerdem hier:

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Tel.: 01801 335577, http://www.kfw.de

Informationsdienst BINE, Tel.: 0228 9237914, http://www.bine.info

Deutsche Energie Agentur (dena), Tel.: 08000 736734,

http://www.deutsche-energie-agentur.de

 

Das Land Rheinland-Pfalz hat am 1. Oktober 2005 ein Pilotprojekt zur

Energieeinsparung in Altbauten gestartet. Die Förderung richtet sich

bei diesem Projekt auf Einrichtungen in strukturschwachen Regionen des

Bundeslandes, in so genannten "Ziel 2"-Gebieten. Gefördert werden

dabei alle Aktivitäten, die dazu führen, den Energiebedarf in

öffentlichen Gebäuden für Beheizung, Warmwassererwärmung, Kühlung,

Klimatisierung und Beleuchtung zu senken. Voraussetzung für die

Förderung ist, dass durch Wärmedämmung und andere Investitionen

mindestens 30 Prozent der Energie gegenüber dem Ist-Bedarf des

Gebäudes eingespart wird. Das Land übernimmt dabei 30 Prozent des

förderfähigen Investitionsvolumens, höchstens jedoch 50.000 Euro.

Bewerben können sich sowohl Krankenhäuser der Ziel-2-Gebiete mit

öffentlicher Trägerschaft als auch private Einrichtungen. Zuständige

Behörde für das Pilotprojekt ist das Ministerium für Wirtschaft,

Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

 

Weitere Informationen unter

http://www.eor.de/index.php?page=pilotprojekt_oeffentlich

und bei der

EffizienzOffensive Energie Rheinland-Pfalz e.V.

Geschäftsstelle

An der Technischen Universität Kaiserslautern

Erwin-Schrödinger-Straße

Gebäude 14/270

67663 Kaiserslautern

Telefon-Hotline: 0631-34288444 (werktags von 10:00 bis 12:00 Uhr).

e-mail: altbau-foerderung@eor.de

 

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6.      Veranstaltungshinweise

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8. und 9. Dezember 2005

1. Forum Bioenergie

Veranstalter: Solarpraxis AG

Veranstaltungsort: Berlin, NH Hotel

Fachkongress mit den Schwerpunktthemen Markt, Finanzen, Export,

Politik, Marketing und Vertrieb von Bioenergien für Mitarbeiter von

Energieunternehmen, Energieberater, Händler, Installateure,

Investoren, Politiker und Unternehmensberater, gefördert durch das

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Weitere Informationen unter http://www.solarpraxis.de/index.php?id=521

 

13. Dezember 2005

Energieeinkauf auf liberalisierten Märkten: Chancen zur Kostensenkung

Veranstalter: IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, Energieagentur NRW

Veranstaltungsort: Wuppertal, E.D.E. Wuppereisen GmbH

Weitere Informationen unter

http://www.ea-nrw.de/_database/_data/datainfopool/energieeffizienz_13-12-05.pdf

 

14. Dezember 2005

Das energiebewusste Gebäude. Kluges Nutzerverhalten spart Strom

Veranstalter: IHK Düsseldorf, Energieagentur NRW

Veranstaltungsort: Düsseldorf, Hauptverwaltung der Victoria

Versicherung

Tagung für Geschäftsführer, Energie- und Umweltverantwortliche von

Betrieben, technische Leiter

Weitere Informationen unter

http://www.ea-nrw.de/_database/_data/datainfopool/energieeffizienz_14122005.pdf

 

18./19. Januar 2006

Clean Energy Power 2006

Veranstalter: erneuerbare energien Kommunikations- und

Informationsservice GmbH

Veranstaltungsort: Berlin, ICC

Fachkongress und Ausstellung für Regenerative Energien und

Energieeffizienz in Alt- und Neubau

Weitere Informationen unter

http://www.energiemessen.de/Downloads/Mappe_CEP06.pdf

 

14. bis 16. Februar 2006

E-world energy & water

Veranstalter: ConEnergy AG,

Internationale Messe für Energie- und Wasserwirtschaft, unter anderem

mit den Schwerpunkten Regulierung, Strom, Gas, Energietransport,

Unbundling, Contracting, Metering und Billing, Emissionshandel,

Anlagen- und Kraftwerkstechnik und Wasserwirtschaft

Weitere Informationen unter

http://www.e-world-2006.com/presse/e_news.php?action=show&id=47

 

21. bis 25. Februar 2006

bautec 2006

Veranstalter: Messe Berlin

Veranstaltungsort: Berlin, ICC

Internationale Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik; unter dem Dach

der bautec findet unter anderem auch die SolarEnergy, die Weltmesse

für erneuerbare Energien, statt.

Weitere Informationen unter

http://www1.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/www.bautec.com/index_d.html

 

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7.      Publikation

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Heizen und Kühlen mit Abwasser. Hrsg. Bundesverband WärmePumpe e.V.

München: Oktober 2005. 34 Seiten. 8 Euro

Ratgeber für Bauherren und Kommunen zum Thema Energiegewinnung aus

Abwasserkanälen mit zahlreichen Beispielen aus Deutschland und der

Schweiz;

zu bestellen beim Bundesverband WärmePumpe (BWP) e.V.:

info@waermepumpe-bwp.de

 

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Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 - 0

Fax: (030) 78 79 00 -18

E-Mail: presse@bund-berlin.de

 

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Um den BUND-Newsletter zu abonnieren oder abzubestellen, schicken Sie

bitte eine E-mail an: newsletter@bund-berlin.de

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Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an:

Mechthild Zumbusch

mechthild.zumbusch@bund-berlin.de

BUND Landesverband Berlin e.V.

Crellestr. 35

10827 Berlin

Tel. (030) 78 79 00 - 21

Fax. (030) 78 79 00 - 28

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