www.energiesparendes-krankenhaus.de
 ESK/Newsletterarchiv/Newsletter 2/2004
    
 

Newsletterarchiv


Newsletter Ausgabe 2/2004

 

**************************************************************

Inhalt:

1. Internetseite wird neu gestaltet

2. BUND-Gütesiegel Verleihung am 13. Mai 2004 Elisabeth Klinik Berlin-Tiergarten

3. Fotovoltaikfassade am St. Marien-Krankenhaus in Siegen

4. Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT) -Tagung in Trier vom 10-12. Mai 2004

5. Berliner Energietage 17.-19. Mai 2004

6. Ankündigung nächste Gütesiegel-Verleihung Klinik Bosse Lutherstadt Wittenberg

7. Renewables 2004 in Bonn

****************************************************************

 

1. Internetseite wird neu gestaltet

***********************************************************

Unsere Internetseite "Energie sparendes Krankenhaus" wird neu gestaltet. Das kann dazu führen, dass es in der nächsten Woche Probleme gibt, wenn Sie unsere Seite aufrufen. Wir arbeiten daran. Weitere Informationen zur BUND-Gütesiegel Verleihung in der Elisabeth Klinik finden sie dann auf der neu gestalteten Seite. www.energiesparendes-krankenhaus.de

 

2. BUND-Gütesiegel Verleihung in der Elisabeth Klinik Berlin-Tiergarten

************************************************************

Am 13. Mai wurde der Elisabeth Klinik in Berlin-Tiergarten das BUND-Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus" verliehen. Zahlreiche Mitarbeiter der Elisabeth Klinik nahmen an der sehr gut besuchten Veranstaltung zur Verleihung des BUND-Gütesiegels teil. Damit wurde in besonderer Weise deutlich, dass Energieeinsparung und damit Klimaschutz für die Mitarbeiter in der Elisabeth Klinik als Teil der Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt verstanden wird.

Die Elisabeth Klinik erfüllt als 11. Klinik bundesweit die auf hohem Niveau angesiedelten Kriterien zum Klimaschutz, die für die Vergabe des Gütesiegels Voraussetzung sind. Die moderne 170-Betten-Klinik reduzierte ihren Energieverbrauch seit dem Jahr 2000 um rund 30 Prozent. 612 Tonnen Kohlendioxid bleiben so der Atmosphäre erspart, soviel wie ca. 20 Durchschnittshaushalte jährlich ausstoßen.

Die enormen Einsparungen erreichte die Elisabeth Klinik durch eine engagierte technische Abteilung und einer Energiesparpartnerschaft mit der Bewag. Somit wurden im Krankenhaus ein Bündel von rund 30 Maßnahmen umgesetzt. Diese reichen von der Komplettsanierung des Heizungssystems über innovative Lösungen zur Strom- und Wassereinsparung bis hin zum Einsatz einer Solarthermieanlage zur Vorerwärmung des Wassers für die Küche. Über eine Vertragslaufzeit von mehreren Jahren zahlt die Klinik die Investitionen aus den eingesparten Energiekosten wieder an die Bewag zurück. Da die erzielten Einsparungen die Erwartungen übertreffen, profitieren Krankenhaus und Bewag von dem Projekt.

Weitere Informationen

 

3. Fotovoltaikfassade am St. Marien-Krankenhaus in Siegen

*************************************************

Wie im letzten Newsletter angekündigt werden wir in Zukunft regelmäßig über innovative Projekte berichten, die in Krankenhäusern durchgeführt wurden. Beginnen möchten wir heute mit der Fotovoltaikfassade am St. Marien-Krankenhaus in Siegen. Der technische Leiter der Betriebs- und Medizintechnik Hr. Uhlhorn schrieb uns über die Beweggründe eine Fotovoltaik -Anlage zu installieren. An Ihn von unserer Seite vielen Dank.

Anfang 2003 haben wir begonnen, in unserem Bettenhaus alle Patientenzimmer mit Naßzellen auszustatten. Weil die Naßzellen als Fertigkabinen flurseitig in die Zimmer gebaut werden, war es notwendig die Fassade des Bettenhauses um 2,7 m nach außen zu verlegen, um die Anzahl der Bettenstellplätze zu erhalten. In der Planungsphase sind wir durch verschiedene Veröffentlichungen auf die Idee gebracht worden, in die neu zu gestaltende

Fassade Photovoltaikzellen zu integrieren. Die erhofften Fördermittel des Landes NRW und die garantierte Vergütung des Stromes bei Einspeisung ins öffentliche Netz schienen attraktiv genug zu sein, um sich mit der Umsetzbarkeit näher zu befassen. Wir überlegten, die Zellen jeweils unterhalb der Fenster zu plazieren.

Da das betroffene Gebäude aber auf der Nord-Süd-Achse liegt und die zu ersetzende Fassade nach Westen gerichtet ist, wurde die neue Fassade um ca. 20° nach Süden gedreht. Mit diesen geometrischen Vorgaben ließen wir die Anlage von Herrn Prof. Kohake der Fachhochschule Gelsenkirchen durchrechnen. Die gesamte Anlage sollte aus 60 Elementen mit einer Gesamtfläche von 186,6 m²und einer Leistung von 18 kWp, bei einem geschätzten Investitionsvolumen von ca. 175.000 € bestehen. Hierfür stellten wir beim Land NRW einen

Antrag auf Förderung nach der REN-Richtlinie.

Dem Antrag auf Förderung wurde zwar nur mit 12.500 € entsprochen, weil wir als Krankenhaus mit 460 Betten nicht die Zugangsvoraussetzungen als mittelständisches Unternehmen erfüllen. Dennoch entschlossen sich Krankenhausleitung und Geschäftsführung die Errichtung der geplanten Anlage mit Hinblick auf den Umweltschutz und die Unterstützungswürdigkeit dieser Innovationen zu realisieren. Inzwischen sind 2/5 der Anlage installiert - dies hängt mit dem Baufortschritt der Naßzellen-Maßnahme zusammen - und wir können die Investition inklusive Montage auf ca. 210.000 € hochrechnen. Die Anlage wird Ende diesen Jahres fertiggestellt werden. Vorher werden wir aber einen Teil in Betrieb nehmen und ins Netz einspeisen.

Auch wenn diese Anlage nicht die Wirtschaftlichkeit hat, die eine schnelle Amortisation verspricht, liegt sie doch in der Tradition des Krankenhauses mit den Ressourcen der Natur zu haushalten. So haben wir mit Errichtung des Anbaus an das Bettenhaus eine zweistufige Abgaswärmerückgewinnung an einem unserer PWW (Pumpen-Warmwasser-Heizung)-Kessel installiert, mit der gesamte Anbau von immerhin 3.550 m² Nutzfläche ohne zusätzliche Energie, allein mit der rückgewonnenen Abgaswärme beheizt wird. Als nächstes prüfen wir die Einsatzmöglichkeit

eines kleinen BHKW zur Erwärmung des Schwimmbadwassers und der TWW-Zirkulation.

 

3. Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT)-Tagung in Trier vom 10-12. Mai 2004

************************************************************************

Das Projekt BUND-Gütesiegel wurde erstmals auf der Bundesfachtagung Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT ) im Rahmen eines Infostandes vorgestellt. Die Veranstaltung fand in Trier unter dem Titel "Zukunftsstrategien für die Immobilie Krankenhaus" statt.

In den Vorträgen war Energieeinsparung, Energiemanagement und Energieeffizienz ein wichtiges Thema. Wir hatten die Möglichkeit viele informative Gespräche mit technischen Leitern zu führen und wir hoffen auch in der Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit mit der FKT.

Schon im April wurde das Projekt "Energie sparendes Krankenhaus" in der Landesgruppe Berlin/ Brandenburg der FKT in Cottbus vorgestellt.

 

5. Berliner Energietage

**************************************************************

Bei den Berliner Energietagen vom 17.-19.05.04 im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin war das BUND-Gütesiegel ebenfalls durch einen Infostand vertreten. Die Veranstaltung, die aktuelle Tendenzen und Entwicklungen rund um das Thema Energieeffizienz und erneuerbare Energien aufgreift, gilt als wichtiger Treffpunkt für regionale und überregionale Fachleute. Wir hatten die Gelegenheit in diesem Zusammenhang mit Ingenieurbüros, Contractoren, Umweltbeauftragten und technischen Leitern aus Krankenhäusern über Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Zukunftsperspektiven des Projektes zu sprechen.

 

6. Ankündigung Gütesiegel-Verleihung Klinik Bosse Lutherstadt Wittenberg

**************************************************************

Wir freuen uns, dass wir am 11. Juni unser 12. Krankenhaus feierlich auszeichnen können. Der Klinik Bosse in der Lutherstadt Wittenberg wird das begehrte BUND-Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus" verliehen. Die Energieeinsparmaßnahmen wurden in Eigenregie des technischen Gebäudemanagements durchgeführt. Die herausragenden Energieeinsparungen in der Bosse Klinik konnten unter anderem durch eine Solarthermieanlage zur Trinkwassererwärmung erzielt werden.

 

7. Renewables 2004 in Bonn

************************

Zum Schluss noch eine kurze Notiz zu der wohl wichtigsten politischen Konferenz zum Thema Erneuerbare Energien und Klimaschutz in diesem Jahr in Deutschland.

Vom 1. bis 4. Juni 2004 wird die Bundes Republik Deutschland Gastgeber der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien "Renewables 2004" sein. Die Konferenz soll den Weg zu einem Ausbau erneuerbarer Energien weltweit skizzieren und damit den Forderungen des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung im September 2002 in Johannesburg weitere Impulse verleihen. Über 1.000 Teilnehmer werden in Bonn erwartet, unter ihnen Regierungsdelegationen sowie Vertreter der UNO, aber auch Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und aus der Privatwirtschaft sind vertreten.

Ziel der viertägigen Konferenz ist die Einigung auf eine gemeinsame Erklärung, die Ziele und eine Vision für eine größere Rolle erneuerbarer Energien sowie einen Internationalen Aktionsplan und Politikempfehlungen enthält. Eine 50 % ige Energieumwandlung aus erneuerbaren Energien wird weltweit für 2050 als möglich angesehen.

Im Umfeld der offiziellen Tagung finden viele Veranstaltungen statt die auch öffentlich zugänglich sind.

Im Vorfeld findet zum Beispiel die internationale Jugendkonferenz "Youth Energy Summit" (YES2004) vom 28. Mai bis zum 31. Mai in Bonn statt. Zeitgleich lädt auch Eurosolar e.V zum zweiten World Renewable Energy Forum (WREC) ein.

Am 5. Juni 2004 findet bundesweit der Tag der offenen Tür für erneuerbare Energien statt. Hier ist es möglich sich Anlagen vor Ort anzugucken und anzufassen. Die Veranstaltungsangebote und Besichtigungsorte finden Sie veröffentlicht unter www.eurosolar.org.

Weitere Informationen: www.renewables2004.de; www.yes2004.de; www.world-renewable-energy-forum.org

 

*************************************************

Impressum:

Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Berlin e.V.

Crellestraße 35

10827 Berlin

Tel.: (030) 78 79 00 - 0

Fax: (030) 78 79 00 -18

E-Mail: presse@bund-berlin.de

*****************************************************

Um den BUND-Newsletter zu abonnieren oder abzubestellen, schicken Sie bitte eine E-mail an: newsletter@bund-berlin.de

******************************************************

 

 

nach Oben


Bund-Gütesiegel

© BUND Berlin e.V.