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 ESK/Ausgezeichnete Krankenhäuser/Baden-Württemberg/Klinikum Konstanz/Archiv/Gütesiegelvergabe am 16. Oktober 2008
    
 


Bei der Verleihung des Gütesiegels (v.l.): Direktor Finanzen und Wirtschaft, Martin Stuke, Dr. Brigitte Dahlbender, BUND-Landesvorsitzende Baden-Württemberg, Prof. Dr. Gert Müller-Esch, Ärztlicher Direktor, und Ministerialdirektor Bernhard Bauer.

Klinikum Konstanz macht sich stark für den Klimaschutz

 

Bund-Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus" verliehen

 

Nach Einweihung des neuen Quartierszentrums am 16. Oktober 2008 feiert das Klinikum Konstanz beim ersten offiziellen Festakt die Auszeichnung als "Energie sparendes Krankenhaus".

Frau Dr. Brigitte Dahlbender überreichte als Landesvorsitzende die Umwelt-Gütesiegel vom Bund für Umwelt und Natur Deutschland (BUND).

 

 

„Sie leisten einen herausragenden Beitrag für den Klimaschutz. Durch intelligente Lösungen schafft das Klinikum Konstanz eine Win-Win-Situation, sowohl für die ökologische als auch für die ökonomische Seite des Krankenhauses“, so Dr. Dahlbender. Hier zeigt sich, dass Wachstumsorientierung nicht dem Nachhaltigkeitsaspekt entgegenstehen muss, so die Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg.

 

Über 120.000 Euro spare das Klinikum jährlich an Energiekosten, erläuterte Martin Stuke, Direktor Wirtschaft und Finanzen des Klinikums. Seit 2003 investierte die Spitalstiftung 48 Millionen Euro für Neubauten und Sanierungen der 17 Gebäude auf dem Klinikgelände. Das Land Baden-Württemberg stellte davon 20 Millionen Euro als Investitionsmittel zur Verfügung. So war es u.a. möglich, die Haus- und Versorgungstechnik sowie die Gebäudesubstanz auf dem neuesten, auch klimaschonenden Standard zu bringen.

 

„Die Energieeinsparung steht auch für wirtschaftliches Denken “, war Bernhard Bauer überzeugt, Ministerialdirektor im Umweltministerium Baden-Württemberg. Er lobte das Engagement des Klinikums Konstanz, "denn drastisch steigende Energiekosten verlangen ökonomisches Denken". Es bleibt noch viel Potenzial bei den Gesundheitseinrichtungen ungenutzt. Das Umweltministerium in Baden-Württemberg ist ebenso wie der BUND e.V. daran interessiert, diese Ressourcen zu nutzen. Vier Kliniken mit BUND-Gütesiegel in Baden-Württemberg sind schon ein gutes Ergebnis. In diesem Bundesland gibt es jedoch noch mehr als 300 Einrichtungen, die aktiver werden können, meint der Ministerialdirektor.

 

Mit ihren Maßnahmen entlastet das Klinikum die Stadt Konstanz jährlich um 1.600 Tonnen CO2, anderen schädlichen Treibhausgasen und einer zusätzlichen Belastung durch Feinstaub. „Das Klinikum geht das Thema Gesundheit ganzheitlich an“, sagte Bürgermeister Claus Boldt in seiner Rede.

 

Die energieeffizienten Maßnahmen im Klinikum sind zahlreich. So sorgt nun ein Blockheizkraftwerk für die Bereitstellung von Strom als auch für die Versorgung mit Wärme. Die Auslastung der Anlage ist so optimal wie in fast keiner anderen Gesundheitseinrichtung, meint der Anlagenbauer. Durch die gute Taktung läuft die Anlage störungsarm und hocheffizient.

 

Über zwei Photovoltaikanlagen ist es der Einrichtung möglich, Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Damit arbeitet das Haus wirtschaftlich und sorgt nachhaltig für die Stadt Konstanz.

 

Die neue Dämmung der Gebäude senkt den Wärmebedarf der Klinik drastisch. Allein für den Gebäudebestand benötigt eine Klinik zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs, weiß Ministerialdirektor Bauer.

Auch die neue Klinikküche trägt deutlich zur Energieeinsparung bei. Der Verbrauch in der Küche sankt um 30 Prozent. Andere kleinere Maßnahmen wie die Dachbegrünung unterstützen die umfassenden baulichen Änderungen.

 

Schon bereits seit 1990 setzt sich die Technische Abteilung verstärkt für die Reduktion des Wasserverbrauchs in der Klinik ein. Hier spart die Einrichtung seitdem mehr als 55 Prozent kostbares Trinkwasser ein. Seit dieser Zeit wird auch umfassend das Abfallmanagement umgesetzt.

 

Im Oktober 2008 haben nun 25 Krankenhäuser bundesweit das BUND-Gütesiegel erhalten.


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